Knehem.
Knesebeck.
445
Adelserneuerungsdiplom. Einer seinerSöhne war der 1802 verstorbene kgl.General-Major Friedrich Christian vonK. Ein Vatersbruder des Letzteren wark. k. Oberstund erhielt 1759 eine kai-serliche Adels - Renovation, und zumAndenken daran, dass die Familie im16. Jahrhundert in drei Brüdern ausden Niederlanden gekommen sein soll,noch ein goldenes Kleeblatt im blauenF. in das Wappen. Ebenso führt seinEnkel, der k. Preuss. Landrath von K.im Dramburger Kreise im 1. u. 4. Q.den Schrägbalken mit den Rosen, im2. u. 3. Q. aber das Kleeblatt. CarlAdolph Friedrich Ludwig v. K. desvorerwähnten Generals v. K. zweiterSohn ist von Ludwig Christoph Georgv. Döberitz an Kindesstatt angenommenund ihm am 15. Oct. 1806 die Erlaub-niss verliehen worden, sich v. Knebel-Döberitz zu schreiben (W. 1. u. 4. Q.der Knebeische Schrägbalken mit denRosen. 2. u. 3. Q. das Döberitzschesilberne Wagensprit im rotheu F. KühneIII. 67. Bagmihl I. Tab. 38). Die vonKnebel besitzen in Pommern: Bul-grin (Neu - Stettin) 1842. Sarranzig(Dramburg) 1842. Die v. Knebel-Döbe-ritz: Clebow, Dalow, Friedrichsdorf,Gr. Grünow, Teschendorf, Zetzin und, Zülshagen (sämmtlich Dramburg) 1855.In der Provinz Sachsen: Schloss Löb-nitz 1844.
-{- Knehem (Quer getheilt und fünf-mal gespalten; schwarz und Silberwechselnd. Siebm. I. 191). Ein entwe-der zu Ende des 16. oder zu Anfangdes 17. Jahrb. erloschenes Geschlecht,welches insbesondere im Osnabrück-schen, im Oldenburgsehen und im Ems-lande, aber auch in anderen TheilenWestphalens begütert war. Johann vonK. 1522 bis 1530 und Otto v. K. 1581Domherr zu Minden. Claus v. K. 1581zur Mindenschen Ritterschaft gehörig.Güter: Barlage 1350. Bevern (Wahren-dorf) 1276. Bresendorf 1582. Herbergen1350. Horst bei Fürstenau 1556. Len-gerich a. d. Wallage 1423. Quacken-brück 1329. Schulenburg 1556. Sögeln1556. Vees 1350. Visle 1350.
•j- Kneitlingen. Der gleichnamige
Stammsitz liegt im Braunschweigschen.Plans Christoph v. K. besass Hötens-leben (Neu - Haldensleben) 1700 undWanzleben 1724. Sein Sohn FriedrichWilhelm v. K. 1732 k. Preuss. Oberst-lieutenant. Wenn Beckmann (Beschrb.d. Mark Brandenb. V. Tb. II. Bd. 25)die v. Knoetling zu Anfang des 18tenJahrb. als Besitzer von Uentze (Ost-Priegnitz) nennt, so sind wohl die vonKneitlingen zu verstehen.
Knesebeck, von dem K. (1. u. 4. Q.im silbernen F. eine rothe Greifen-klaue; 2. u. 3. Q. im silbernen F. einrothes Einhorn. Grote C. 22. MaschXXVI. 45). Erbkämmerer des Fürsten-thums Celle und Lüneburg seit 1374.Wohl ursprünglich zwei dem Stamme,wie dem Wappen nach verschiedeneFamilien, von denen die eine, die so-genannte weisse Linie, die Greifenklaueführte (Siebm. I. 174), sich der Abstam-mung nach an die v. Gartow, v. Jeetze,v. Kerkow etc. anschliessend, von de-nen die andere aber mit dem Einhorn(Siebm. I. 186), die sogenannte schwarzeLinie, mit denen v. Resdorf!', Retzdorffetc. zusammen füllt (Märkische For-schungen III. 99. 339). Indessen ha-ben beide sich als aus gemeinsamerWurzel entsprossen anerkannt und imJahre 1644 mit landesherrlicher, sowohlChurbrandenburgischer, als Braunschw.Lüneburgischer Einwilligung die bei-den Wappen durch Ekartelirung ver-einbart, und auch die gesammte Handin der Lehnsfolge ihrer gegenseitigenGüter erhalten. Jener Ansicht wirdzwar in den „Urkunden und Regestenzur Geschichte der v. d. Knesebeck.Hannover, 1848", wo ältere Siegel bei-gebracht sind, widersprochen. Nichts-destoweniger scheint es geratlien, dieGüter nach jener Wappensonderung zutrennen. I. Die Güter der weissen Li-nie: In der Altmark: Andorf (Salz-wedel) 1375. Baars (ibd.) 1375. 1780.Binde (Osterburg) 1375. Böddensell(Gardelegen) 1363. Böddenstedt, Wen-disch-(Salzwedel) 1368. Bombeck (ibd.)1375. 1780. Buchwitz (ibd.) 1375. 1780.Carwe (Ruppin) 1730. 1817. Depekolk(Salzw.) 1375. Dolsleben (ibd.) 1275.