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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
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Lehnsbesitzern der Grafschaft Orttenburg in Kärnten, welche den Na-men und das Wappen von Orttenburg annahmen. Der Besitz dieserHauptlinie war früher sehr bedeutend. Ausser der Grafschaft Ortten-burg in Bayern und grossen mittelbaren Besitzungen in Niederbayerngehörten derselben auch ansehnliche Güter in der Ober-Pfalz, welcheaber, mit den meisten bayerischen, an die Herzöge von Bayern kamen:die Familie behielt nur die Grafschaft Orttenburg und die unter baye-rischer Hoheit liegenden Herrschaften Heidenau, Neudegg, Eggelkeimund einige Hofmarken. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde dieIleichsunmittelbarkeit der Grafschaft Orttenburg von Bayern mehrfachangefochten, und obgleich das Reichskammergericht 1573 dieselbe inSchutz nahm, erreichte das Haus Orttenburg erst 1602 durch Vergleichmit Bayern die Reichsunmittelbarkeit und die Reichsstandschaft, welchedas Geschlecht durch Thcilnahme an der reichsgräflich wetterauischenCuriatstimme im Reichsfürsteurathe ausübte. 1805 vertauschte GrafJoseph Carl die Grafschaft Orttenburg mit den oben genannten Herr-schaften, Hofmarken u. s. w. an Bayern gegen das an der sachsen-coburgischen Grenze liegende, vormals Kloster-Langheimische AmtTambach und mehrere von dem früher würzburgischen Amte Sesslaclidazu geschlagene Güter, welche neuen, durchaus allodialen Besitzungenunter der Benennung; Grafschaft Ortenburg-Tambach vereinigt wurdenund zwar mit der Bestimmung, dass alle reichsständigen Rechte desHauses auf diese Herrschaft übergehen sollten. Die rheinische Bundes-acte von 1806 erwähnte die Grafschaft Orttenburg nicht, doch wurdedieselbe in dem mit Napoleon I. 25. September 1806 abgeschlossenenVertrage, in Folge dessen der Grossherzog von Würzburg dem Rhein-bunde beitrat, der Souveränetät des Grossherzogs, unbestimmt ob Stan-des- oder grundesherrlich, untergeordnet. Nach der Wiener Congress-acte von 1815 gelangte diese Souverenetät mit Würzburg an Bayernund dem Hause Orttenburg steht nach dieser Acte Standesherrlichkeitzu. Die Stammreihe der späteren Sprossen des Hauses Orttenburgstieg, wie folgt, herab: Johann Georg Sohn des 1702 verstorbenenGrafen Georg Philipp aus der Ehe mit Amalia Regina Grf. v. Zinzen-dorf und Pottendorf, geb. 1709 geb. 1686 und gest. 1725: zweiteGemahlin: Maria Albertina Prinzessin zu Nassau-Usingen, geb. 1686,venu. 1710, gest. 1768; Carl, geb. 1715, gest. 1776: Luise SophieWild- und Rheingrf. v. Salm zu Rheingrafenstein, geb. 1719, verm.1741 und gest. 1756; Carl Albrecht, geb. 1743, gest. 1787. k.preuss. Major a. D.: Christine Luise Wild- und Rheingrf. v. Salmzu Rheingrafenstein, geb. 1759, verm. 1779 und gest. 1826; Jo-seph Carl Leopold, geb. 1780 und gest. 1831, Standesherr und erbl.Reichsrath des Kgr. Bayern, k. bayer. Generalmajor u. s. w.: CarolineLuise Wilhelmine Grf. v. Erbach-Erbach, geb. 1779, vermählt 1799und gest. 1825. Franz Carl, geb. 1801 . Graf zu Orttenburg undHerr zu Tambach, Standesherr und erbl. Reichsrath des Kgr. Bayern,k. bayer. Oberst ä la suite der Armee, Generalmajor und Commandantder Landwehr von Oberfranken: Julie Freiin v. Wöllwarth-Lauter-burg, geb. 1819 und verm. 1841, Besitzerin der Fideicommiss - Herr-