1801, Erbland-Hofmeister in Kärnten, 1c. k. Kämm, und Major, ver-mählte sich 1839 mit Johanna Freiin Jöcliliuger v. Jochenstein, geh.1815, Mitbesitzerin der Güter Tamtschach und Wernberg, aus wel-cher Ehe, neben vier Töchtern, zwei Sühne entsprossten: Gr. Felix,geh. 184G und Graf Lothar, geh. 1853. — Vom Grafen Joseph, geh.1803 , Erbland-Hofmeister von Kärnten, k. k. Kämm., Major in d. Ar-mee, verm. 1840 mit Ida v. Grimaud, Grf. zu Orsay, geb. 1816, stam-men, neben zwei Töchtern, drei Söhne, die Grafen: Carl, geh. 1840,k. k. Oberlieutenant, Maximilian, geb. 1846 und Arthur, geh. 1856.
Bucelini, Germ. Stemmat. IV. S. 232. — Spener . Histor. Insign. S. 559 u. 560. — Hüh-ner, II. Tab. 638 u. 39. — Gauhe, I. S. 2716—19: Ursini v. Bosenberg. — v. Hattstein, III.8. 425 u. 26. — Zedier, LI. »S. 552. — Büscfring, Erdbeschr. III. 1. S. 413 der 5. Auflage. —Krebel , Geneal. Handbuch, 1790, II. S. 80. — Jcicobi , 1800. I. S. 502—504 u. II. S. 90. —Schmutz, III. S. 391. — Masch, S. 156. — v. Schönfeld, Adels-Schemat. I. S. 28. — Geneal.-histor—Statist. Almanacli, 9. Jahrg.. Weimar 1832, S. 375 u. 76. — Freih. v. Ledebur II.S. 310.— Goth. geneal. Ilofkal. und geneal. Taschenb. 1836, S. 196. 1848. 8. 193, 1861, S.189: Wappen. 1862. 8. 192—94 und 1865. — Siebmacher, I. 8: Bosenberg, Frst. u. II. 36. —v. Meding . III. I. 542—45: Bosenberg, Freih. und Gr. Ursin v. B. Suppl. zu Siebin. W.-B.XI. 20: Frst. v. B.
Ortenburg, Orttenburg, Grafen. Altes, zu dem ehemaligen Reicbs-grafen der Wetterauischen Bank gehörendes Grafengeschlecht, welchesaus dem alten, schon 1437 erloschenen, pfälzischen GrafengeschlechteSponheim oder Spanheim stammt und in Friedrich Grafen v. Sponheimden Stammvater ihrer Familie anerkennt. Friedrich kam um die Mittedes 11. Jahrhunderts, besonders durch Vermählung mit Bichiza, Toch-ter des Herzogs Heinrich II. von Kärnten, aus dem Geschlechte derGrafen v. Murzahl, zu grossem Grundbesitz und sein jüngerer Sohn,Siegfried, erhielt durch Vermählung die Grafschaft Lavant in Kärnten,der ältere Sohn aber, Engelbert II., verm. um 1080 mit der einzigenTochter Herzogs Heinrich in. von Kärnten: Hedwig, wurde in Folgedieser Vermählung Pfalzgraf v. Krainburg und Markgraf v. Istrien.Letzterer erbaute die Stadt Spital und das Schloss Orttenburg undnannte sich zuerst nach demselben Graf zu Orttenburg. Oer Sohn des-selben, Engelbert III., von seinem mütterlichen Grossvater adoptirt,wurde Herzog v. Kärnten. Von den fünf Söhnen desselben setzten nurUlrich I. und Rapoth den Stamm fort. Ulrich I. folgte seinem BruderHeinrich IV. im Ilerzogthume Kärnten und vererbte dasselbe auf sei-nen Sohn Ulrich II., die Grafschaft Orttenburg aber auf seinen Sohn Her-mann , dessen Urenkel, Meinhard II., durch Vermählung auch die Graf-schaft Sternberg erlangte und dessen Nachkommen 1420 mit Fried-rich III. im Mannsstämme ausgingen, worauf die Herrschaft Orttenburgals heimgefallenes Lehn an Oesterreich kam. Rapoth, verm. mit einerTochter des Grafen Gebhard II. v. Sulzbach, wandte sich nach Bayern,erbaute bei Passau das Schloss Orttenburg und starb 1190. Sonachstifteten beide Brüder, Ulrich I. und Rapoth, zwei Hauptlinien derFamilie: Ersterer die kärtensche, von welcher die erste Unterlinie,die eigentliche kärntensc.he, schon 1269, diezweite, die orttenburgischein Kärnten, wie erwähnt, 1420 ausstarb, Letzterer, Rapoth. die ortten-burgische, neuorttenburgische in Bayern, oder die bayerische. Letztereist die jetzt blühende Hauptlinie, welche sich Orttenburg „des älterenGeschlechts" schreibt und zwar zum Unterschiede von den späteren