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drei Söhne hatte, von denen der älteste Carl Joseph bei der ersten Be-lagerung Prags erschossen wurde.
Gauhe, I. S. 1530 u. 37 und II. S. 821 u. 22. — Zeiller, XXV. S. 952 — 59. — ite'g&lev. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 23 u. 24.
Oheimb (in Silber der obere Theil eines quer durchschnittenenrothen Gemsenkopfes mit Hörnern und Ohren, an welchem sieben Bluts-tropfen herabhängen). Ein, zu dem im Lippe-Schaumburgischen und inWestphalen begüterten Adel gehörendes Geschlecht, dessen Ahnherr,einer Familiensage nach, ein Genisenjäger gewesen sein soll, der demK. Maximilian I. 1493 auf der Martinswand mit dem Ausrufe: 0 gehheimb! den Pfad zu seiner Bettung gezeigt, weshalb ihn der Kaiser ge-adelt und ihm den Namen: Oheimb gegeben habe. Die Familie wurdeim Lippe-Schaumburgischen zu Entzen, Helpsen, Krebshagen und Stadt-hagen und in Westphalen zu Holzhausen bei Hausberge unweit Mindenund am Limberge bei Rahden gesessen. Näher bekannt ist dieselbe erstseit dem zweiten Jahrzehnt des 18. Jahrh. Moritz Christian und LudwigChristian v. Oheimb waren Capitaine in der kurbraunschweigischenArmee unter dem Feldmarschall Grafen v. d. Schulenburg und wohnten1716 dem Feldzuge in Morea bei. Ersterer-blieb bei der Erstürmungvon Negroponte, Letzterer vermählte sich bei seiner Zurückkunft mitJuliana v. Morstein, der Letzten aus einem alten, ritterschaftlichen,fränkischen Geschlechte, mit welcher er 24 Kinder erzeugte. Yon denzwölf Söhnen, welche alle erwachsen und in Kriegsdiensten standen,zeichnete sich besonders Albrecht Christian v. 0., geb. 1704 aus, wel-cher als hessen-casselscher General der Cavallerie, Gouverneur von Ein-teln und Amtshauptmann zu Bodenberg und Sachsenhagen 1780 starb.Erst im 60. Jahre vermählte er sich mit Sophie Henriette Grf. v. Mellina. d. H. Valinrow in Pommern, Erbin von Südhemmern unweit Min-den , welche die Mutter von vier Töchtern wurde, von welchen dreidurch Vermählung in die Familien v. Bodenhausen, Boineburg-Men-gersen und Münchbausen kamen. Ein Neffe des Generals AlbrechtChristian v. 0.: Hans Georg v. 0., war einer der Adjutanten des be-rühmten Friedrich Wilhelm Grafen zu Lippe-Bückeburg, welcher den-selben nach Portugal in den Feldzug gegen Spanien begleitete. Der-selbe stieg bis zum Obersten und starb 1817 im 86. Lebensjahre aufseinem Gute Holzhausen. Der einzige Sohn desselben, Friedrich Wil-helm v. 0., den der Graf zu Lippe-Biickeburg selbst aus der Taufe hob,wurde 1796 k. preuss. Kammerherr, war Herr auf Entzen, Helpsen,Stadthagen und Holzhausen und wurde durch seine beiden Frauen ausdem Geschlechte v. Ledebur Vater von sechs Kindern. Der Stammblühte fort. Alexander v. Oheimb, Herr auf Holzhausen, ist fürstl.lippe'scher Staats- und Gabinets-Minister und F. v. Oheimb, Kreisdepu-tirter und k. pr. Premierlieutenant a. D., war nach Rauer 1857 Herrauf Hudenbeck im Kr. Lübbecke.
N. £r. A.-L. IV. S. 418 u. 10. — Freih. v. Ledebur, II. S. 164.
Oheimb (in Blau, oder auch in Roth ein Kranich). BöhmischerAdelsstand. Diplom vom 3. Dec. 1727 für Johann Leonhard Oheimb,Secretair des Commerz - Collegiums in Schlesien. Der Stamm blühte