roth"). Ein 211 dem nürnberger Patriciate gehörendes Geschlecht, wel-ches in Nürnberg früher sehr bekannt war.
Siebmacher , I. *212. Die Örtel, Nürnberg. Ehrbares Geschlecht. — Jungendr es, Einleitzur Heraldik, Nürnb. 1729, S. 210—214 und Tab. VH. Nr. 71.
Oertel, Oertel auf Güntersbiihl, Obermain und Baimbach (Schildgeviert: 1 u. 4 in Blau eine silberne Lilie und 2 u. 3 das im vorste-henden Artikel beschriebene "Wappen der nürnberger PatricierfamilieOertel). Reichsadelsstand. Diplom vom 16. März 1762 für AbrahamJacob Oertel aus Nürnberg, herzogl. württemb. Titular-Hofrath undConsulenten vieler ritterschaftlichen Familien, nachdem er das Reichs-lehen Güntersbiihl bei Nürnberg und die anspachschen Lehen Obermianund Baimbach erworben hatte. — Der Sohn desselben: Carl Heiurichv. Oertel, geb. 1754, herzogl. sachs.-hildburghaus. Kammerjunker undBesitzer der im Kgr. Bayern gelegenen Lehengüter Güntersbiihl, Ober-main und Baimbach, wurde, nach Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr.Bayern, In dieselbe eingetragen.
v. Lang , S. 461. — Tyroff, I. 34. — W.-B. d. Kgr. Bayern, VII. 53.
Oerthel, Örthl (Schild geviert: die Felder von denselben Farbenund ganz mit den Wappenbildern, wie das Wappen im nachstehendenArtikel). Ein, in der Person des Georg Friedrich Samuel Oerthel,Bürgermeisters und Grosshändlers zu Hof, 15. Febr. 1819 in die Adels-matrikel des Kgr. Bayern eingetragenes Geschlecht.
v. Lang , Supplem. S. 12S. — W.-B. des Kgr. Bayern, VII. 53.
Oerthel (Schild geviert: 1 u. 4 in Gold ein aufrecht gestellter,schwarzer Anker und 2 u. 3 in Schwarz ein rechts gekehrter, weisserSchwan). Reichsadelsstand. Diplom aus der zweiten Hälfte des 18.Jahrli. (vor 1786) für den fürstl. brandenb.-culmbachschen Kammer-rath 0., Herrn auf Tiefendorff, Tüpen- und Hohendorff.
Handschriftl. Notiz. — Tyroff, I. 66.
Oertzen, auch Grafen. Reichsgrafenstand. Diplom im kursächs.Reichsvicariate vom 29. Juni 1792 für Carl Moritz v. Oertzen, kur-sächsischen Kammerherrn und Major. — Altes, meklenburgisches Adels-geschlecht, welches in Meklenburg dauernd fortgeblüht hat, sich aberauch in Sachsen, Preussen und Dänemark weit ausbreitete. Der Stamm-vater desselben soll, nach einer Sage, im 13. Jahrh. dem Kaiser ineiner Schlacht das Leben, mit Gefahr des eigenen, gerettet haben, wor-auf ihm der Kaiser einen Ring angesteckt habe, in Folge welches dasStammwappen der Familie: in Roth zwei silbern geharnischte Arme,welche gemeinschaftlich nach oben einen goldenen Ring mit rothemSteine halten, entstanden sei. Die beiden Sterne in der rechten undlinken Oberecke des Schildes sind erst bei Erhebung in den Grafenstandhinzugekommen. — Dietrich v. 0. wurde, nach Mylius, mit Heinrichv. Stralendorff vom Herzoge Heinrich von Meklenburg, als Letzterer1271 ins gelobte Land reiste, zum Statthalter seiner Länder eingesetztund Nicol v. 0. tritt 1293 urkundlich auf. — Als erste Stammhäuserder Familie werden Juro im Meklenb.-Schwerinschen und Helpt imMeklenb.-Strelitzschen angegeben, und später breitete sich der Stamm
Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. VI. 37