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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
538
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noch jetzt in Schlesien blühenden, gräflichen Linie blühte.übrigens frü-her daselbst noch eine andere gräfliche Linie, deren Stifter der obenge-nannte 1716 in den Reichsgrafenstand erhobene Friedrich Hartwigv. N. war. Derselbe war erst venetianischer General und Commandi-render in der Levante und spater k. poln. und kursächs. Generallieu-tenant. Derselbe, gest. 1738, war mit einer v. Elbracht vermählt undaus dieser Ehe stammte Graf Anton Wilhelm, Herr auf Konradswaldauund Neu-Sorgau im Schweidnitzichen. Letzterer war fürstl. schwarz-hurg-sondersbausenscher Hofmarschall und dreimal vermählt, zuerstmit einer Vitzthum v. Eckstädt, dann mit einer v. Rüdiger und zuletztmit einer v. Knobelsdorf, und hinterliess einen Sohn, Graf FriedrichCarl, Herrn auf Konradswaldau, Tarnau, Freudenthal u. s. w., verm.mit einer Freiin v. Czettritz a. d. H. Schwarzwalde. Nachkommen ausdieser Ehe sind nicht bekannt. Aus den adeligen Linien des Ge-schlechts sind sehr viele Sprossen in kur- und k. sächs. Staats- undMilitärdiensten zu holicn Ehrenstellen gelangt. Die um 1690 vonJohann Caspar v. Kostitz auf Jänkendorf unweit Rothenburg in derOberlausitz gestiftete Jänkendorfselie Linie hat allein in neuer Zeitdem Königreich Sachsen drei Staatsminister gegeben, von welchenhier namentlich Gottlob Adolph Ernst v. Nostiz u. Jänkendorf genanntsein mag. Derselbe, geb. 1765 auf dem väterlichen Gute Spree und gest.1836 in der Oberlausitz, hat sich, nachdem er früher als Landesältesterund dann als Ober-Amtshauptmaun des Markgrafenthums Oberlausitz umdie lieimathliche Provinz zu Oppach grosse Verdienste erworben hatteund sich in seinen späteren Stellungen, besonders bei Begründung derconstitutionellen Verfassung des Königreichs Sachsen und bei Verbesse-rung der Armenanstalten des Landes hochverdient gemacht. Die alsausgezeichnet anerkannte Irrenheilanstalt auf dem Sonnensteino beiPirna, die Landes-Waisenanstalt zu Bräunsdorf bei Freiberg u. s. w.verdanken seiner väterlichen Fürsorge ihre Entstehung. Auch hatsich derselbe als Dichter unter dem Nameu: Arthur v. Nordstern, vor-züglich in der lyrischen und epischen Gattung, volle Anerkennung rei-cher Phantasie, tiefen Gefühles und seltener Zartheit verschafft. Zahl-reiche Sprossen des Stammes haben mit Auszeichnung früher in derkursächsischen und später bis in die neueste Zeit in der k. sächsi-schen Armee gestanden. Carl Constantin Gustav v. Nostiz-Drzewiecki,k. sächs. Generallieutenant, ist jetzt Commandant der Reiterei; HansCarl Florian v. N.-Drzcwiecki trat als k. sächs. Rittmeister 1842 ausdem activen Dienste, ist Herr auf Wendisch - Paulsdorf bei Löbau undgehört zu den Mitgliedern der zweiten Kammer der Ständeversammlung;Carl Moritz v. Kostitz, Herr auf Korangelwitz und Lübclien im KreiseGulirau, so wie auf Tsclieschen im Kr. Wohlan, nahm als sächs. Major1848 den Abschied u. s. w.

Imliöf, Ivöhler'sche Ausgabe, II. S. 34. Knautli, Prodr. Misn. illustr. S. 54244.S eifert , Ahnentafeln. I. u. III. und Beschr. d. Reichsgrafen u. Herren, S. 256. Hübner,II. S. 602609. Durch]. Welt. Ausgabe von 1710, S. 596602. Carpzow, Ehreutempel,Ii. S. 5683. Grosser , Laus. Merkw., III. S. 49. Sinapius, I. S. 6S89. u. II. S. I5S165. Gauhe , I. S. 150111. Zedier , XXIV. S. 136584. Diencmatui, S. 349. Nr. 78. Gh. Knaufh . von dem Ursprünge, Herkommen, Alterthum und (Ausbreitung der HerrenV. Nostitz und deren erstem Stammhause in der Oberlausitz. Görlitz 1764. Ch. L.v. Gries-