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und Landeshauptmann des Fürstenthums Görlitz, führte 1454 dem deut-schen Orden in Preussen tausend Reiter zu. Aus seiner Ehe mit einerv. Gersdorf entsprossten drei Söhne: Otto, Georg und Hartwig, welcheStifter dreier Linien wurden: Otto stiftete die Linie zu Rothenburg,Georg die zu Gotta und Hartwig die zu Tzschocha. In neueren Anga-ben werden Otto und Hartwig verwechselt. Die genannten drei Linienzerfielen wieder in mehrere Aeste. Nach einem 10. Dec. 1577 zu Gör-litz errichteten Familienvertrage blühten damals in der Lausitz dreiHauptstämme zu Rothenburg, Unwürde und Ullersdorf, sämmtlich mitgrossem Grundbesitz und Grosser nannte noch 1715 32 der Familie inder Lausitz zustehende Güter. — Hie Grafen v. Nostitz stammen ausder Linie zu Tzschocha, welche, s. oben, Caspars dritter Sohn, Hart-wig, gründete. Von dem Enkel des Letzteren, Abraham v. N., gest.1592, Herrn auf Tzschocha, stammte als dritter Sohn, Johann, des Für-stenthums Wohlau Landeshauptmann, welcher 1619 starb und zweiSöhne, Otto und Johann Hartwig, hinterliess. Erstem* ist der nächsteStammvater der jetzigen älteren, gräflichen Linie zu Rokitnitz, letztererder jüngeren, gräflichen Linie zu Rieneck. — Otto, s. oben, geb. 1608und gest. 1666, Herr auf Seifersdorf, Rokitnitz, Hcrzogswa^e, Pro-fcn etc., schlesischer Oberamtscanzier, Landeshauptmann der Fürsten-thümer Schweidnitz und Jauer, k. lc. w. Geh.-Rath und Kämm., erhielt,wie angegeben, 1631 den Freiherrnstand. Der Sohn desselben, Chri-stoph Wenzel, geb. 1643 und gest. 1712, k. k. w. Geh.-Rath und Kämm.,empfing 1673 die Mitbelehnung an der Reichsgrafschaft Rieneck undwurde, s. oben, erst böhmischer und später Reichsgraf. Johann Hart-wig— Otto's Bruder, — geb. 1610 und gest. 1683, k. k. w. Geh.-Rathund oberster Canzler in Böhmen, wurde, wie erwähnt, 1641 böhmischerGraf, kaufte nach Erlöschen des gräflichen Hauses Rieneck einen Theilder in Franken gelegenen Grafschaft dieses Namens als ein dem Erz-stifto Mainz heimgefallenes Lehn von de n Kurfürsten zu Mainz LotharFriedrich v. Metternich-Burscheid, wurde mit diesem Theile 24. Nov.1673 belehnt, 1673, wie angegeben, Reichsgraf und 1674 in das frän-kische Grafen-Collegium eingeführt. Die dritte, gräfliche Linie in Schle-sien wird neuerlich mehrfach als Nebenast der Linie zu Rieneck ange-nommen, doch möchte der Zusammenhang mit dieser Linie sich nichtleicht nachweisen lassen. Nach älteren, richtig scheinenden Angabenbildete sich aus dem Hause Dammitsch unweit Steinau der Ast zu Ran-sen. Friedrich v. N. auf Ransen und Dammitsch, stai'b 1641 als Landes-ältester des Fürstenthums Wohlau. Der zweite Sohn desselben, Georg,gest. 1663, war Herr auf Dammitsch, Polgsen etc., Landesältester desFürstenthums Wohlau und Hofrichter des steinauschen Weichbildes.Derselbe hatte vier Söhne und von Einem derselben: Adam Friedrich,Landesältesten des Fürstenthums Wohlau, stammte Georg Sigismundv. N., k. poln. und kursächs. Geh.-Rath und Gesandter am k. grossbri-tann. Hofe, welcher, s. oben, 1711 im kursächs. Reichsvicariate denGrafenstand erhielt. Aus den Ahnentafeln der gräflichen Linien undaus dem neuesten Personalbestande derselben mögen folgende Angabenhier einen Platz linden: Aeltere Linie, zu Rokitnitz: Graf Johann Carl