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fenstand. Freiherrndiplom vom 5. Febr. 1687 für Magnus Wilhelmv. Nieroth, und Grafendiplom vom 25. Juni 1706 für Carl Freiherrnv. Nieroth. Die Familie war auch im Grafenstande nach Livland undkam auch in Ostpreussen zu Losgehnen im Kr. Friedland gesessen. Einähnliches Wappen, nämlich einen fünfmal von Schwarz und Silber schräg-links getheilten Schild, Siebmacher, Y. S. 217, führte auch das roten-burgische Stadtgeschlecht Neuroth.
Freih. v. Ledebur , II. S. 14S und III. S. 31G. — Schwedisches W.-B.: Freiherren 11. Gr.v. Nieroth.
Niesemeuscliel, auch Freiherren. Altes, schlesisclies Adelsge-schlecht , welches nach Annahme Einiger von dem höhmischen HerzogeNizamislo abstammen und schon im Anfange des 13. Jahrh. geblühthaben soll und aus welchem die alte sclilesische Familie v. Tader oderThader, die wohl um die Mitte des 18. Jahrh. erlosch, hervorging, wiedenn auch dieselbe, die schon 1401 vorkommt, ganz das Niesemeu-schelsche Wappen : in Roth ein schwarzer, gebogener Adlersiüss (oderGreifsklaue) mit aufwärts nach der Rechten ausgebreiteten, goldenenKlauen, führte. — Das Nicsemcuschelsche Geschlecht ist durch Sina-pius vom 15. und 16. Jahrh. an näher bekannt. Dasselbe theilte sichin die Häuser Reichenau im Saganschen, Strien und Dittersbach imWohlauisohen und Gahel und Roiuten im Guhrauischen. Aus dem HauseReichenau war Adam v. N. 1553 des saganschen Fürstenthums Landes-Aeltcster und der Sohn desselben, Heinrich v. N., um 1600 des ge-nannten Fürstenthums Mannrechts-Beisitzer. Von Letzterem stammteChristoph v. N., von dessen Nachkommen Philipp v. N. noch 1717 alsLandes-Aeltester des saganschen Fürstenthums lebte. Aus dem HauseStrien war 1666 Balthasar v. N. des wohlau'schen Fürstenthums Lan-des-Aeltester; Christoph Friedrich v. N. auf Strien starb 1714 als deswirizingischen Kreises Landes-Aeltester und des künigl. Consistorinmsdes Fürstenthums Wo blau erster Beisitzer, und noch 1730 kommt HansBalthasar v. N. auf Strien als des obengenannten Kreises Landesdepn-tirter vor. Aus den Häusern zu Rointen und Gabel führt Sinapiuszuerst mehrere Sprossen an, welche im 15. und 16. Jahrhundert leb-ten und giebt dann an, dass zu seiner Zeit in der freien Standesherr-schaft Militsch noch vier Gebrüder v. Niesemeuscliel lebten. Der ältestederselben, Herr auf Pinkotschine und gräfl. Maltzanschcr Regierungs-rath und Cassae-Director, habe keine Kinder und der jüngste seiunvermählt. Letzterer war wohl der k k. Oberstlieutenant v. N., wel-cher sich 1739 -gegen die Türken auszeichnete. — Der Stamm blühtefort und Glieder desselben standen in der k. prcussischen und kursäch-sischen Armee. In kursächsischen Kriegsdiensten stieg Wilhelm HansChristoph Freih. v. Niescnmeuschel 1795 zum Generalmajor und Chefeines Infanterieregiments und der Sohn desselben, Carl Wilhelm Freih.v. N., starb 1833 als k. preuss. Generalmajor a. D. —
Sinapius, I. S. 676 u. II. S. 813. — (rauhe, I. 8. 1498 u. 94. — Zedier, XXIV. S. 838u. 839. — Freih. v. Ledebur, II. S. 148. — v. Meding, I. S. 415 u. 16. — Kneschke , III.S. 334 u. 335.
Niesenburg. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 30. Juli 1699für Johann Niessner, mit dem Prädicate: v. Niesenburg, welches später