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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
498
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künde auftritt, besass in früher Zeit auch im Bayreuthischen das im15. Jahrh. an die vonLibichau (Lichau) übergegangene Rittergut Neu-städtlein am Forst. — Yon den Sprossen des Stammes waren Mehrerein IIocli- und Domstiften aufgeschworen. Erasmus Neustetter, genanntStürmer, Senipr des Domcapitels zu Würzburg, starb 8. Decbr. 1594und später, 9. Novbr. 1638, scliloss in Franken Johann Christoph Neu-stetter, genannt Stürmer, Dompropst zu Bamberg, Domküster zu Mainzund Senior zu Würzburg, den alten Stamm.

v. Hattstein , III. S. 348. — Zedier , XXIV. S. 328. — Biedermann , Canton Gebürg, Tab.343—46. — Saloer , S. 426 u. 428. — Conradi Dinneri Epithetorum graecor. farrago. Francof.15S9: bei der Dedication findet sich das Wappen, — Siebmacher, I. 103: Die Nevsteter, Stiit-mer gen., Frankisch. — v. Meding, III. S. 457. — Suppl. zu Siebm. W.-B. VII. 217.

Neustaedter, Freiherren (Schild gevicrt, mit Mittelschilde: Imsilbernen Mittelschilde die im vorstehenden Artikel beschriebene, schwarzeLilie des alten, fränkischen Stammes Neustetter, welche jetzt als Schach-rochen oder Sturmstock aufgeführt wird, 1 und 4 von Silber und Rothder Länge nach getheilt, mit einem offenen Fluge von gewechseltenFarben; 2 in Blau auf grünem Boden ein doppeltgeschweifter, gekrön-ter, goldener Löwe und 3 ebenfalls auf grünem Boden ein silbernerWolf mit erhobenem Schweife. Der Hals desselben ist von hinten miteinem blanken Schwerte quer durchbohrt und in der rechten Obereckedes Feldes schwebt ein goldener Stern). Erbländ. östorr. Freiherrn-stand. Diplom von 1S19 für Johann v. Neustädter, k. k. Feldmarschall-Lieutenant , wegen 45jähriger Dienstleistung und für den Neffen des-selben, Michael v. Neustädter, Departements-Vorsteher der k. k. Ilof-kriegsbuchhaltung. — Die in Oesterreich blühende freiherrliche Familiev. Neustädter, wie dieselbe gewöhnlich geschrieben wird, stammt neue-ren Angaben nach, welche ein, in handschriftlichen Aufzeichnungen vor-kommendes Adelsdiplom v. 1516 für Johann Christoph Newstetter,nicht berücksichtigen, von einem zu Ende des 17. Jahrh. nach Ungarngelangten Zweige der im vorstehenden Artikel besprochenen alten Fa-milie dieses Namens ab. Die Glieder dieses Zweiges hörten, wie an-gegeben wird, auf, den Beinamen: Stimmer fortzuführen und TobiasNeustädter senior, genannt Stürmer, soll der Letzte gewesen sein, wel-cher mit demselben in einer Urkunde von 1668 auftritt. — Von denEmpfängern des Freiherrndiploms setzte Freili. Michael den Stammfort. Derselbe, geb. 1771 und gest. 1842, k. k. Hofrath, Gerichtstafel-Beisitzer der Comitate von Neograd und Trentschin in Ungarn, ver-mählte sich 1793 mit Charlotte Comtesse d'Alincourt, aus welcher Ehedrei Söhne entsprossten, die Freiherren: Georg Joseph Carl, Franz Fer-dinand Joseph und Joseph Ferdinand Franz. Das jetzige Haupt der Fa-milie ist Freili. Georg Joseph Carl. Derselbe, geb. 1794, vermähltesich 1828 mit Marie v. Motesiczky auf SchlossNätas in der HerrschaftKorlätkö und aus dieser Ehe leben, neben drei Töchtern: Paulina,geb. 1832, Barbara, geb. 1834 und Anna, geb. 1836, drei Söhne:Georg, geb. 1831, Albert, geb. 1837 und Carl, geb. 1842, k. k.Oberlieutenant. Freili. Franz Ferdinand Joseph, geb. 1795, starb1836, und Freili. Joseph Ferdinand Franz, geb. 1796, k. k. Feld-marscliall-Lieutenant in Pension, vermählte sich 1850 mit Helena