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Familie kam. Der Empfänger dieses Briefes, aus einer wittenbergischenFamilie stammend und ein Binder des 1524 in der Elbe ertrunkenen,treuen Freundes Luthers: Wilhelm Nesen, erhielt auf Mclanchthon'sEmpfehlung, dessen Schüler und Freund derselbe war, das ZittauerSyndicat und wurde 1548 erster Bürgermeister zu Zittau. Die Familiebreitete sich in vielen Sprossen, welche meist die höchsten Stellen imzittauer Magistrate bekleideten, weit aus und wurde zu Pöritzsch, Rad-gendorf und Rennersdorf gesessen. Der Mannsstamm erlosch im Laufeder zweiten Hälfte des 18. Jalirh. und mit der Erbtochter des letztenNesen, Christiane Friederike N. verm. Mücke auf Nieder-Rennersdorf,ging 30. Decbr. 1795 auch der Name des alten, in der Lausitz sehrangesehenen Geschlechts aus. Der Sohn der Letzteren, Christian Sieg-fried Mücke, kursächs. Lieutenant, erhielt 1806 den Reichsadel, s.S. 374 u. 75, und unter Bestätigung des Mückeschen Familienwappensauf den Helm als Schmuck die Nesenschen Wappenhildcr.
D. C. II. Hoffmann , Parentation auf Bürgermeister Nesen , 1727: von den Meriten-derNesenschen Familie, die nun 200 Jahre in Zittau florirt. — Curiosa Suxon., 1737, S. ISO u.1741 S. 216.— May, das Nesensche Lutherglas, Zittau, 1799. — D. C. A. Pcxclicck, LausitzerMonatsschr. , 1806, II. S. 234, 242 u. 271. — M. J. G. Kneschke , Gesch. u. Merkw. d. Raths-bibliothek zu Zittau, 1811, S. 54. — M. Christ. A. Pescheck , Gesch. von Zittau, I 1834, S.394 u. 95 u. 667. — Freih. v. Ledebur , II. S. 142. — Möncli , W.-B. Zittauischer Geschlecht.Mscpt d. Stadtkirche zu Zittau , Tab. 6.
Nespern, Edle. Erhländ.-österr. Adelssand. Diplom von 1787für Ferdinand Nespern, niederösterr. Regier.-Secretair, mit dem Prä-dicate, Edler v.
Megerle v■ Mühlfeld, S. 233.
Nesse (Schild der Länge nach gctheilt: rechts ein an die Tliei-lungslinic angeschlossener, halber Adler und links ein Nesselblatt). Einfrüher in Ostpreussen im Kr. Pr.-Eylau zu Kosten, Paulienen u. s. w.gesessenes Adelsgeschlccht. Zu demselben gehörte Carl Siegmund Fried-rich v. Nesse, geborou 1716 in Pommern, welcher im 20. Jahre in dask. preuss. Regiment Prinz Dietrich trat, 1758 Chef eines Grenadier-Bataillons wurde und 1760 in der Schlacht bei Torgau blieb.
N. Pr. Ad. L., III. S. 455. — Freih. v. Ledebur, II. S. 142.
Nessen. Ein früher vorgekommenes, friesisches Adelsgeschlccht,aus welchem Hajo v. Nessen 1609 Canzler des Herzogs von Meklcnburg-Sehwerin war. Von den Söhnen desselben: Hajo II. und Joachim v. N.,starb Letzterer als mecklenburg. Canzleirath 5. Jan. 1668.
Freih. v. Ledebur, II. S. 142.
Nesselbeckli v. Nesselbach. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvon 1651 für Zacharias Nesselbeckli, k. k. Beamten bei dem österr.Landschafts-Einnehmer ob der Ens, mit dem Prädicatc: v. Hesselbach.
Haudscliriftl. Notiz.
Nesselrode, Nesselrode-Ereslioven und Nesseirode-lteichensteinund Landskron, Freiherren und Grafen. Reichs-Freiherrn- und Gra-fenstand. Freiherrndiplome: vom 14. Octobr. 1652 für Bertram undJohann Matthias v. Nesselrode, Stifter der Speciallinien Reichensteinund Landscron; vom 3. Aug. 1655 für Philipp Wilhelm v. Nesselrode,ereshover Ilauptlinic und Wappenvermehrung vom 20. Febr. 1705 fürJohann Florentin Wilhelm Freiherrn v. Nessekode, Herrn der Herr-