Nenningen. Altes, ursprünglich schwäbisches Adelsgeschlocht,welches auch nach Ostpreussen kam und zu Gergelien und Spcrlings-holf, so wie im Kr. Fischhausen zu Polenncn, Powayen und Schwittenbegütert wurde.
Frei/t. v. Ledebur , II. S. 142. — Siebmcicher , I. 119: v. Nenningen, Schwäbisch.
Nenny, Freiherren. Erbländ. - österr. Freiherrnstand. Diplomvon 1766 für Cornelius v. Nenny, niederländischen Geh. - und Finanz-rath und Geh. Cabinots-Secretair.
Megerle v. Mühlfeld., S. 73.
Nentwig, Ritter. Reichsritterstand. Diplom von 1696 für Jo-hann Adam Nentwig, kaiserl. Oberlieutenant u. Amtsdirector in Ungarn.
Handschriftl. Notiz.
Nentwig v. Eiclienfeld, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplomvon 1710 für Franz Carl Nentwig, Zolleinnehmer zu Zuckmantel, mitdem Prädicate: v. Eiclienfeld (Aichenfcld) und von 1719 für Ferdi-nand Jgnaz Nentwig, Postbeförderer in Zuckmantel, mit demselbenPrädicate. Der Ritterstand und das schlesische Incolat des Letzterenwurde 1720 in Breslau amtlich bekannt gemacht.
Sinapius, II. S. 833. — Megerle v. Mühlfeld, Krg.-Bd. S. 181. — Freih. v. Ledebur, II.S, 142.
Nerlicli, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom vom 6. März1716 für Anton Heinrich v. Neriich, fürstl. breslauischen Rath. Der-selbe stammte aus einer schlesischen Adelsfamilie, welche schon im 16.und 17. Jahrb. in Schlesien im Guhrau - Grotkauschen blühte und auswelcher zuerst die Gebrüder Andreas Jacob v. N., fürstbischöfl. Rathund 1687 der Stände in Schlesien Landesbestallter und Wenzel v. N.,ein gelehrter Theolog und gern gehörter Kanzelredner, vorkommenund starb 1731 als Regierungskanzler des Bisthums Breslau und Herrauf Schützendorf unweit Grotkau. Mit seinem Sohne aus der Ehe mitAnna Sabina v. Rottenberg und Endersdorf: Franz v. N., Landschafts-director und Herrn auf Reisewitz bei Grotkau, starb 10. Octbr. 1790der Mannsstamm des Geschlechts aus. Die letzte der weiblichen Spros-sen der Familie war die um 1820 verstorbene verw. Oberstin v. Pac-zenski, früher verm. Baronin v. Rottenberg, Herrin auf Reisewitz.
Sinapius, II. S. 838.— Zedier , XXIII. S. 17S2. — Megerle v. Mühlfeld', Erg.-Bd. S. 181.— N. Fr. A.-L. , III. S. 454. — Freih. v. Ledebur , II. 8. 14-2.
Nesen (Schild der Länge nach getheilt mit einem auf der Thei-lungslinie aufrecht gestellten, goldenen Scepter: rechts in Blau ein mitden Schwingen rechts (auswärts) mit den Sachsen, welche mit einemslibernen Halbmonde mit Gesicht besetzt sind, links (einwärts) gekehr-ter, goldner Adlersflügel und links in Schwarz ein mit den Schwingenlinks (auswärts) mit den Sachsen, welche mit einem goldenen Halbmondemit Gesicht besetzt sind, rechts (einwärts) gekehrter, silberner Adlers-flügel : der Zepter wird sonach von den beschriebenen Flügeln mit denHalbmonden beseitet). Eins der ältesten und angesehensten früherenStadt- und Rathsgeschlechter der oberlausitzischen Stadt Zittau, inwelches vom K. Ferdinand I. 10. Mai 1542 ein Adels- und Wappen-brief für Conrad Nesen, Syndicus der Stadt Zittau, für sich und die