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hohen Domstifts St. Johann zu Breslau und Herr auf Franzdorif undKuschdorff im neisseschen Fiirstenthume. — Ein nach Pommern gekom-mener Zweig erhielt preussischer Seits die Anerkennung der Abstam-mung von der 151)9 in den Reichsadelsstand versetzten Familie unterBestätigung des Wappens und Hamens. Aus diesem Zweige haben meh-rere Sprossen in der k. preuss. Armee gestanden und sich namentlichim Artillerie-Corps ausgezeichnet. Johann Wilhelm v. N., geb. 17.42zu Lahes in Pommern und gest. 1817 als Generalmajor a. 1)., erhieltden Oberbefehl über die Artillerie, bekleidete diesen Posten bis 1809und wurde später Commandant von Potsdam und von den königl. Schlös-sern. Ein Neffe desselben war Oberst und Brigadier der ostpreuss. Ar-tillerie und starb 1821 als Director der Artillerie- und Ingenieurschulezu Berlin. Der Bruder des Letzteren, Carl v. N., gest. 1842, k. preuss.Hauptmann a. D., hat sich in Bezug auf Verbesserung und Anwendungder Geschütze um das Artilleriewesen, so wie durch mancherlei nütz-liche Einrichtungen um Berlin verdient gemacht. Sein Sohn, der k.preuss. Generallicutenant a. 1). N. v. P. lebte in neuester Zeit inGörlitz.
N. Pr. A.-L. III. S. 451 u. 52. — Freih. v. Ledebur, II. S. 130. — W. B. d. preuss.Monarch. II. S. 139.
Nebel v. Tiirklieim, s. Türkheim, Freiherren.
Neblingen. Altes, aus Schwaben stammendes Adelsgeschlecht,welches nach Ostpreussen kam und namentlich in den Kreisen Preuss-Eylau und Preuss-Holland ansehnlich begütert wurde. Dasselbe sassfrüher zu Bartelsdorf, Grauschinen, Pergusen, Perschein, Schönbaum,Schönwiese. Gieslack, Taberlack im Kr. Rastenburg und Weskeim.
Freih. v. Ledebur, II. S. 139.
Neborowski. Altes, früher zu dem schlesischen, begüterten Adel ^zählendes Geschlecht, welches noch zu Anfange des 18. Jahrh. blühte.
Sinapius , I. S. 662 u. II. S. 832. — Freih. v. Ledebur, II. S. 139. — Siebviacher , I. 75 :Die Neborowsker, schlesiscli.
Nebra. Altes, thüringisches Adelsgeschlecht, nicht zu verwechselnmit den zu dem bekannten Dynastenstamme der Schencken v. Tautten-burg gehörenden Schencken v. Nebra, s. den betreffenden Artikel, sowie mit der thüringischen Familie v. Ehra, s. Bd. III. S. 13, wenn auchGaulie den Artikel iiljer das Geschlecht: „Nebra, Ehra" überschriebenhat. Gaulie vermuthet, dass das Stammhaus der Familie das Schlossund Städtchen Nebra an der Unstrut gewesen sein möge. Angaben überdas Wappen sind nicht aufzufinden: die Richtigkeit eines, mit dem Na-men: v. Nebra in einer sonst mit genauen Namen versehenen Siegcl-sammlung vorkommenden Lackabdrucks aus neuerer Zeit: in Roth zweiaufrecht nebeneinander gestellte, oben und unten abgeschnittene, aus-wärts gebogene, an der äusseren Seite je mit zwei untereinander stehen-den Kleeblättern besetzte Zweige,, muss dahin gestellt bleiben. — Zu-erst kommt, nach Erford. liter. III. S. 348, 1402 Rudolph v. Nebraals Philos. Magist., Theolog. et Juris Canon. Baccal. und als Rector derUniversität Erfurt vor. Wahrscheinlich ist derselbe wohl der diesesNamens und Geschlechts, welcher 1423 zu den Dom- u. Capitularherrn