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v. Nauendorf, k. k. Oberstwachtmeister. — Altes, thüringisches undmeissensches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen, hei der Familieverbliebenen Stammhause zwischen Altenburg und Gera im Amte Ron-neburg. — In Urkunden des herzog], sachsen-altcnburgischcn geh. Ar-chivs treten Ileinricus de Naundorf 1197, Conrad und TheodoricusBrüder v. Naundorf 1306, Dietrich v. Naundorf, 1314, 1340 und 1361und Eberhard de Naundorf 1331 als Zeugen auf, auch gieht Gauhean, dass im Stiftungsbriefe der Canönicorum Sixti zu Merseburg von1317 Ludwig von Nauendorf als Zeuge vorkomme. Die fortlaufendeStammreihe beginnt nach Val. König mit Christoph v, Nauendorff aufNauendorff und Caasen, welcher zu Ende des 14. Jahrb. noch lebte.Von dem Sohne desselben, Nicol, stammte Dieze, und von diesemHeinrich II., welcher Letztere noch um die Mitte des 15. Jahrb. ge-nannt wird. Heinrichs II. Urenkel, welcher zu den Gütern Naundorfund Caasen 1570 noch Zeilsdorf kaufte, gehörte nach Rechenberg,Dissert. de Nobilit. Misn. literar., Se'ct. III. § 56, zu seiner Zeit unterdie Gelehrtesten vom Adel. Von dem Enkel desselben, Hans Ludwigv. N., gest. 1691, Herrn auf Naundorf und Grossenstein, fürstlichbraunschw.-lüneburg.-wolfenb. Ruthe, Lehnspropste und Hofmeister,dessen Gelehrsamkeit Rechenberg auch sehr gerühmt hat, entsprosstenzwei Söhne, Georg Ehrenfried und Hans Ludwig v. N. Ersterer, GeorgEhrenfried, gest. 1734, Herr auf Kauern und Hilbersdorf, fürstlichhayreuth. w. Geh.-Rath, Landschafts-Director u. s. w. pflanzte in derEhe mit Dorothea Freiin v. Hiinefeld den Stamm durch drei Söhnefort, von welchen Hermann Carl Ludwig 1729 k. preuss. Kammerherrwurde, von Hans Ludwig v. N. aber, gest. 1720, Herrn auf Naundorf,Caasen und Grossenstein, fürstl. sachs.-goth. Land-Kammerrathe undOber-Steuereinnehmer in Altenburg, stammten aus der Ehe mit Frie-dericke Luise Freiin Bachoff v. Echt vier Söhne, über welche Val. Kö-nig Näheres angiebt. — Die gräfliche Linie hat, so viel bekannt, nichtlange geblüht. — Was den neueren Besitz der früher besonders imReussischen begüterten Familie anlangt, so hatte.dieselbe im Kgr. Sach-sen die Güter Geilsdorf, Kloschwitz und Kreicha p. r. an sich gebracht,auch war das Geschlecht im Herzogthum Nassau wegen eines Gutes zuKendrich im Amte Eltville bis 1848 wählbar zur Herrenbank. — Vonden Sprossen der Familie standen Mehrere in der kur- und königl. sächs.Armee. Carl Georg Heinrich v. Nauendorf nahm als k. sächs Oberst-lieutenant 1848 den Abschied, lebte dann in Dresden und starb nach1862. Aus seiner Ehe mit einer v. Seydlitz entspross ein Sohn, Phi-lipp Leo v. N., k. sächs. Oberlieutenant in d. A., vermählt mit einerv. Heygendorf. Ferdinand v. N., k. sächs. Kammerherr a. I)., ist Herrauf Geilsdorf und Heinrich v. Nauendorff war 1858 Oberlieutenant undAdjutant im k. k. 3. Uhlanenregimente.
Knauth , S. 540: v. Nawendorff, oder Newndorff. — v. Gleichenstein , Nr. 60. — Val.König, geneal.-histor. Beschreib, der v. Nauendorff, 1716 und desselben Adelshistorie, III.S. 710—20. — Gauhe , I. S. 1462 u. 63. — Zedier , XXIIT. S. 1278—83. — Megerle v. Mühl-feld , Erg.-Bd. tS. 23.: Gr. v. N. — Freih. v. Ledebur, II. S. 138. — Siebmacher, I. 144:v. Newendorf, Thüringisch. — v. Ifefner, nassau. Adel, Tab. 9 und S. 8. — W.-B. d. sächs.Staaten, VII. 93. — Kneschke , IV. S. 302—305
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