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und hinterliess drei Söhne', von denen der ältere das Haus Hartmanns-dorf fortpflanzte, der zweite das Haus Nieder-Kottwitz im Saganschenund der dritte das Haus Tschepiau im Glogauschen stiftete. Zuersterlosch das Haus Niedcr-Kottwitz und später kamen auch Teschplau undZyrus im Freistadtschen, Ochelhermsdorf im Grünbergschen u. s.w.in andere Hand. Ein Enkel des Christoph v. N. war Christoph ErnstGraf v. Nassau aus dem Hause Hartmannsdorf, s. oben. Derselbe,erst Freiwilliger in der k. preuss. Armee, trat dann in hessische, spä-ter aber, eines Zweikampfes wegen, in k. poln. und kursächs. Militair-dienste, stieg in letzteren zum Obersten und erhielt den Auftrag, einKürassierregiment zu errichten, welches eins der schönsten der dama-ligen Zeit wurde. II ei der Thronbesteigung des Königs Friedrich II.trat er in k. preuss. Dienste, wurde Generalmajor, musste ein neuesDragonerregimenterrichten, welches bald vollzählig war, führte das-selbe in den Feldzügen von 1741 und 42, erhielt nach der Eroberungvon Prag den Befehl über ein Corps mit dem Auftrage, dem von demFeinde hart bedrängten Generale von Einsiedel bei Marklissa durchzu-lielfen, zog sich, vom Könige Friedrich II. schon für verloren gegeben,von Collin bis Neu-Bitzschof zur Armee des Königs glücklich zurück,trug später viel zu dem glücklichen Ausgange der Schlacht bei Hohen-friedberg bei, eroberte dann Cosel und drängte den Feind gänzlich zu-rück. Da sein einziger Sohn, Christoph Erdinann Graf v. N., welcherals Hauptmann und Adjutant bei ihm angestellt war, 1752 kinderlosstarb, so erlosch mit dem Diplomsempfänger, dem Grafen ChristophErnst, 19. Novbr. 1755 die grätliche Linie wieder. Ein Graf v. Nas-sau, welcher 1806 als Lieutenant im k. preuss. Infanterie-Begimentev. Kleist in Magdeburg stand und 1807 als Capitain den Abschied nahm,gehörte ebenso, wie Henriette verw. Grf. v. Nassau, geb. Grf. v. Oultre-mont, welche 1857 Herrin zu Ostrowine im Kr. Oels und zu Seiffers-dorf im Kr.Bunzlau war, zu einer anderen niederländischen, gräflichenFamilie dieses Namens. — Dem adeligen Stamme standen noch 1791Ochelhermsdorf und Hartmannsdorf, so wie im Brandenburgischen noch1803 Klein-Mantel im Kr. Königsberg zu und bis in neue Zeit dien-ten Sprossen desselben in der k. preuss. Armee. Ein Capitain v. Nas-sau stand 1806 im Regiment v. "Wartensleben in Erfurt und ein Bruderdesselben starb 1818 als pensionirter Capitain des Garnisons-Bataillons,auch lebte noch um 1820 in Neisse eine verwittwete v. Montbach, welcheeine geborene v. Nassau war.
Sinapius, T. S. 66t u. IJ. S. 831. — Gciuhe, I. S. 1437 u. 58. — Ungedruckto Nachrich-ten, die Feldzüge der Prcussen betreffend, IV. S. 443. — Biograph. Lexic. aller Helden undMilitairpersonen , III. S. 82 u. 83. — N. Pr. A. L. I. S. 42 u. III. S. 114—16. — Freiherrv. Ledebur, II. S. 137. — v. Meding, I. S. 410. — W.-B. d. preuss. Monarch. , I. 73 : Gr.v. N. und IV. 10: v. N.
Nassau, Freiherren, s. Stein, vom Stein, zu Nassau, Freiherren.
Nasse, s. Naso S. 445.
Nassengrilf. Altes, schlesisches, dem polnischen Stamme Dzia-loza einverleibt gewesenes Adelsgeschlecht, welches ursprünglich Nas-sengniew hiess und später auch Nassadel geschrieben wurde. Dasselbemachte sich erst im Namslauischen ansässig und war bereits 1485 zu