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Mussinan, Ritter. Reichsadels- u. Ritterstand. Diplom im kur-pfälzischen Reichsvicariate vom 27. Juli 1792 für Joseph Anton Mus-sinan. Derselbe, geh. 1766, früher Regierungsrath, Polizei- und Stadt-Commissar in Burghausen, wurde als k. bayer. Ober-Finanzrath, nachAnlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern, in dieselbe eingetragen.
v. Lang , S 456. — W. B. (los ICgr. Hävern, VII 42.
Mustazza, Freiherren. ErbL-österr. Freiherrnstand. Diplom von1821 für Theodor v. Mustazza, Gutsbesitzer in der Bukowina.
Magerte v. Mühlfeld, Erg. Bd. S. 81.
Muth. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom vom 7. Nov. 1835 fürPeter Muth, k. k. Gubernialrath und PolizeirDirector.
Hninlscliriftl. Notiz.
Mutisheim. Fränkisches, früher der reichsfreien Ritterschaft imGanton Rhön-Werra einverleibt gevvesenes Adelsgeschlecht.
Biedermann , Cantnn Rhön-Werra, Tab. 412 u. 413.
Mutio. Reichsadelsstand. Diplom von 1755 für die GebrüderGeorg Ludwig und Johann Friedrich Mutio. Ersterer starb als kur-hannov. General, Letzterer als Major. Der Vater derselben, Carl Mutioaus Venedig, trat zuerst in hannoversche Kriegsdienste und starb alsMajor. Die in Preussen blühende Familie v. Mutras, s. den folgendenArtikel, ist gleichen Stammes und Wappens.
Fr eilt. v. Kr ohne, II. S. 3S9 — N. Pr. A.-L. III. S. 439. — Fr ei lt. v. d. Knesebeck,S. 219.
Mutius. Adelsstand des Königreichs Preussen. Diplom vom 30. Dec.1745 für Franz Joseph Mutius, k. preuss. Hofrath und fiirStbiscliöfl.Kanzler zu Breslau unter Anerkennung und Bestätigung des der Fa-milie vom K. Matthias 3. Mai 1615 verliehenen Wappens (Schild vonBlau und Rotli durch einen schrägrechten, silbernen Balken getlieiltund über dem Ganzen ein springendes, weisses Ross ohne Zaum, mit er-hobenem Schweife) und mit dem Incolate in sämmtlichen königl. preuss.Landen. — Ein bereits im 15. Jahrb. unter dem römischen Adel vor-kommendes italienisches Geschlecht, welches sich später in den angren-zenden österreichischen Landen ausbreitete und aus welchem Sprossenin k. k. Militair- u. Civildienste traten. Die Angabe, dass dasselbe vondem bekannten Mucius Scaevola (Cajus Mucius Cordus), einem der edel-sten Römerjünglinge aus den frühesten Zeiten der Republik (506 v. Chr.als Porsenna, König der Etrusker, Rom belagerte) stammen solle, ge-hört in das Reich der Sage. — Philipp Jacob Mutius auf Rhondorfzeichnete sich unter den K. Rudolph II. und Matthias in der kaiserlichenCavallerie aus und wurde, seiner Treue und Tapferkeit wegen, mit einemadeligen Wappen, welches später die ganze Familie beibehalten hat, be-gnadigt. Derselbe vermählte sich mit einer v. Puebla und seine Söhneund Enkel kamen in die Familien: v. Husser, v. Vischel - , v. Sander,v. Gross und v. Rosa. Die späteren Sprossen des Stammes gingen meistin auswärtige Militärdienste, so z. B. Carl M. (Mutio, s. den vorstehen-den Artikel), vermählt mit einer v. Mandelsloh etc. — Franz Josephv. Mutius, s. oben, geb. 1704 u. gest. 1788 als k. preuss. Geh. Justiz-rath, ein Urenkel des genannten Philipp Jacob v. M., war zuerst unter