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Muschwitz. Altes, vorzugsweise in der Lausitz begütert gewor-denes Adelsgeschlecht, welches schon 1454 zu Heyniclien u. Kolckwitzunweit Cottbus, 1463 zu Leutheu ebenfalls bei Cottbus, 1525 zu "WeilIls-dorf bei Luckau, 1552 zu Ströbitz und Sylow und 1571 zu Wintdorf,sämmtlicli bei Cottbus, sass. Als späteres Stammhaus wird das in der Fa-milie verbliebene Rittergut Wintdorf genannt, aus welchem der Stamm sichweit ausbreitete und in den Besitz ansehnlicher Güter gelangte. — Bern-hard v.'Muschwitz zeichnete sich als k. dän. Oberst in der Armee des Kö-nigs Christian IV. aus; Christoph v. M., verm. mit Catharina v. Emden a.d. IL Geringenrode, war später Herr auf Lissa; Wolff Heinrich v. M. kommt1690 alskursächs. Rath und Landes-Aeltester im budissiner Kreise vor;Caspar Sigmund v. M., zu Calau, Wattersdorf!, Uckrow u. Passerin beiLuckau etc. gesessen, starb 1707 ohne männliche Erben, worauf seineGüter an seinen Schwiegersohn Carl v. Rex, kursächs. Geh.-Rath u. Kam-mer-Director kamen und Curt Ehrenreich v. M. auf Lassow lind Sada war1730 h. sachs. merseb. Consistorial-Director und Obcramts-Rath in derNiederlausitz. Her Stamm blühte fort: um 1827 stand ein v. Muschwitzals Lieutenant in h. Anhalt-cöthenschen Diensten, trat dann in die Dienstedes Fürsten v. Carolath-Schönaich und vermählte sich mit einer v. Fal-kenhausen und in neuer Zeit, 1857, war in der Niederlausitz im Kr.Calau ein v. M. Herr auf Allmosen I. u. II, Hermann v. M. Herr aufGeisendorf, Anton Sigismund Theodor v. M. Herr auf Wintdorf undLeuthen und ein v. M. Herr auf Gentha im Kr. Schweinitz.
Sinapius, 1. S. 633. — Gauhe, Fl S. 1444 u. 45. — N. l'r. A. L. III. S. 505 n. 506. —Freih. v. Ledebur, II. S. 133. — Rauer, Adressb. 1857. S 154. — Tyroff, II. 275.
Museli (Schild quer gctheilt: oben in Blau eine goldene Sonne undunten von Roth u. Silber geschnellt). Ein früher zu dem schlesischenAdel gehörendes Geschlecht, aus welchem Johann Museli, gest. 25. Mai1596 zu Breslau, zu seiner Zeit als Dichter genannt wurde.
Freili: v Ledebur, II. S 133. — Siebmacher, V. 73.
Mnsick v. Adlersberg. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von1753 für Johann Joseph Musick, k. k. Statthalterei-Sccretair in Prag,mit dem Prädicate: v. Adlersberg.
Meyerle r. Mühlfeld, 12 rg. Bd. S. 386.
Musiel (Schild von Blau und Gold durch drei aus dem Golde indas Blaue neben einander aufsteigende, gleichhohe Spitzen oder Spickelquer getheilt. Heber jeder Spitze schwebt ein sechsstrahliger, goldenerStern). Altes, zu dem Adel in dem Rheinlande zählendes, im Regie-rungsbezirke Trier begütertes Geschlecht, welches durch Diplom vom6. Juli 1586 den Reichsadelsstand erlangte. Dasselbe wurde in der Per-son des Johann Baptista de Musiel. laut Eingabe d. d. Schloss Thorn,23. Juli 1829, in die Adelsmatrikel der preuss. Rheinprovinz unterNr. 52 der Classe der Edelleute eingetragen. Die Familie sass 1829auch zu Bethingen im Kr. Saarburg.
Freili. v. Ledebur, II. S. 133. — W. B. d. preuss. Kheinprovinx. I. Tab. 87. Nr. 174 u.8. 82. — Knesclike, III. S. 326.
Musslohe. Fränkisches, früher der reichsfreien Ritterschaft imCanton Altmühl einverleibt gewesenes Adelsgeschlecht.
Biedermann, Canton Altmühl, Tab, 231.