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gelegene, schöne Schloss und Rittergut Lauenstein im Amte Alten-berge, welches später, ehe es 1821 an die Grafen v. Hohentlial-Püchaukam, von 1515 den v. Birnau gehörte, besass, durch den Freibergerund Altenberger Bergbau zu grossem Reichthum kam und mit Anderenvom Adel im Rathe der Stadt Freiberg sass. Hans Müntzer auf Lauen-stein, der „Reiche" genannt, zog nach Agricola, Moller und Knauthüber zweimalhunderttausend Thaler aus dem Bergbau, wurde 1463Rathsherr in Freiberg und starb 1476, in welchem Jahre sein älterer,gleichnamiger Sohn den Herzog Albrecht zu Sachsen auf der Reise naclidem gelohten Lande begleitete. Hans der Jüngere war später von 1479bis 1487 kursächs. Amtshauptmann. Der jüngere Bruder desselben,Erhard Müntzer, Ritter, war ebenfalls 1470 im Reisegefolge des Her-zogs Albrecht zu Sachsen und sein Sohn, Paulus M., welcher sich demgeistlichen Stande gewidmet, wurde zuletzt Abt des Klosters Oybin zuZittau. Später, 1555, starb im 55. Lebensjahre Hieronymus M., Bür-germeister zu Freiberg. Der Stamm blühte noch in das 17. Jahrb.hinein, doch hatte der Wohlstand desselben abgenommen, denn schonHans der Jüngere verkaufte 1491 Schulden halber Lauenstein an denbekannten Begründer der Grünthaler Saigerhtitte, Stephan Allnpeck,welcher aus Ungarn nach Freiberg gekommen war.
Knauth. S. 539 und 40. — Gauhe , II. S. 771 und 72 nach: Agricola de Metall, nov. etvet. L. I., Spangenberg, Knauth und D. Moller in Chronic, et Annal. Freyberg. — Zedier,XXII. S. 536.— Saxonia, IV. 1839. S. 108.— Siebmacher, I. 157: Die Müntzer, Meissnisch.
Müntzmeister. Fränkisches, im Coburgischen angesessenes Adels-geschlecht, eines Stammes mit der alten, fränkischen Familie v. Rosenau,deren Stammhaus Rosenau bei Coburg war. Gonradt Müntzmeister zuCoburg wollte 1370 den Städterechten nicht unterworfen sein, erlangteaber die landesherrliche Erlaubniss dazu nicht. Später, 1436, ver-kauften Heintz und Günther, Gebrüder von Rosenau, genannt Müntz-meister, dem Herzoge Siegmund zu Sachsen sieben Dörfer für sechs-tausend rheinische Gulden.
Hoenn , Coburgisehe Chronik II. S. 88 u. 100. — Gaulie, II. S. 772.
Mfither. Reichsadelsstand. Diplom von 1722 für Heinrich Mü-ther , Bürgermeister zu Lüneburg.'—- Altes, ursprünglich aus Brüsselstammendes Geschlecht, welches in den Niederlanden auch Möttert ge-schrieben wurde und vom Kaiser Carl V., wegen treugeleisteter Dienste,durch Diplom vom 1. Septbr. 1521 für die Gebrüder Anton und HansMüther, die Erneuerung und Bestätigung des alten Wappens der Fa-milie erhielt. Anton Müther wendete sich bald darauf, in Folge derReligionsstreitigkeiten, mit seinem Vater, Hans Müther dem Aelteren,nach Lübeck und die Nachkommenschaft kam nach Lüneburg, wo die-selbe in das Patriciat aufgenommen würde. — Das Geschlecht ist spätererloschen und zwar zuletzt im weiblichen Stamme mit Gertrud Catharinav. Müther, welche als Wittwe Hartwigs v. Dassel 20. Novbr. 1778 starb.
Büttner. Geneal. d. Lüneburg, adel. Patriciergeschl. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 218.— v. Meding , III. S. 452 und 53.
Miinzer v. Babenberg (in Silber ein schräglinker, rother Balken,belegt mit einer silbernen Rose). Oberpfälzisches, nach Beinamen und