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hunderts. Wilhelm M. v. L. zeichnete sich als fürstl. württemb. Oberstund Rath im schinalkaldischen Kriege aus und Heinrich M. v. L. starb1561 im 96. Lebensjahre als Vitzdum und Hofrichter zu Mainz. Vonden drei Söhnen desselben: Johann Andreas, Dompropst zu Mainz, Jo-hann Friedrich, kurmainz. Rath und Amtmann zu Gernheim u. JohannReinhard, setzte nur Letzterer den Stamm fort. Von demselben ent-spross Johann Andreas II., welcher vier Söhne hinterliess : Ilans Lud-wig, der mehrere Söhne hatte, Hans Friedrich, fürstl. hessen-cassel-schen Rittmeister, welcher ebenfalls Söhne hinterliess, Hans Reinhard,fürstl. badenschen Rath und Obervoigt zu Graben und Hans Heinrich,fürstl. hessischen Rittmeister und Amtmann zu Kelsterbach. Die letzte-ren Beiden hatten keine männlichen Nachkommen. Zu Anfange des18. Jahrb. erlosch der Mannsstamm des Geschlechts und Name undWappen kam an eine Linie der hessischen Familie v. Geismar, s. Bd. III.S. 469 und 70. Aus dieser Linie war Christoph Gottfried v. Geismar,genannt Mosbach v. Lindenfels, 1711 kurmainz. Assessor bei dem kai-serlichen Kammergerichte zu Speier.
Spangenberg, P. II. — Humbracht, Tab. 190. — Gauhe , I. P. 1416 u. 17. — Zedier,XXI. S. 1812 u. 13. — Salver , S. 222 u. 333. — Siebmacher , I. 123: v. Mosbach, Rheinliin-disoh u. 1. 140: v. Mosbach v. Liticlenfels, Hessisch. — v. Meding, III. S. 446 u. 47.
Mosberg. Ein früher zu dem in Franken begütert gewesenenAdel zählendes Geschlecht, welches zu Langenlois u. Deresbruch geses-sen war.
v. Hellbach, II. S. 141.
Mosch (Schild von Blau und Silber der Länge nach getheilt, mitzwei Schlittenkuffen oder Steighacken von gewechselter Farbe). Altes,sclilesisches Adelsgeschlecht, welches früher Muschow geschrieben wurde,ursprünglich aus der Grafschaft Glatz stammte, sich später besondersaus dem Ilause Rothendorf im Trebnitzischen ausbreitete und auch imBrandeuburgischen u. in den Lausitzen begütert wurde. Aelurius nenntunter Anderen den Hans v. Mo sehe, welcher 1417 Erbvogt zu Ilabel-schwert war und Sinapius giebt aus glatzischen Urkunden von 1341an bis nach Anfange des 17. Jahrhunderts eine Stammtafel der Familie,aus welcher mehrere Sprossen des Geschlechts als Vögte zu Habel-schwerdt vorkommen. — Görke oder George Mosch auf Arnsdorff imNeissenschen lebte um 1300 und der Bruder desselben, Ilanos oderHans M., wurde Erbvogt zu Habclschwerdt. Ein Nachkomme des Letz-teren, Maximilian v. M., wendete sich in die Lausitz u. stiftete dicjlau-sitzische Linie. — Hans v. Mosche war 1582 Landesältester der Graf-schaft Glatz und die Söhne desselben, Hans und Friedrich v. M., nacheinander Amts-Verwalter zu Glatz. — Felicianus v. M. wird 1604 alsdes Maltheser-Ordens Comthur zu Glatz und Heinrich v. M. und Bot-tendorff 1666 als fürstl. liess. Capitain u. Commandant zu Rinteln auf-geführt. Der Stamm blühte, mit mehreren Gütern angesessen, fort undsass namentlich zu Slattnig im Troppauschen und zu Schacksdorf beiLuckau in der Niederlausitz etc. Später traten mehrere Sprossen desGeschlechts in die k. preussische Armee und bis auf die neueste Zeitfindet sich in den Listen derselben der Name der Familie. Zu hohemAnsehen sind besonders drei Brüder v. Mosch — Söhne des Johann