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gesclilecht, welches sich namentlich aus den Häusern Nordkirchen beiLüdinghausen und Falkenhof bei Steinfurt ausbreitete, zu den Stamm-genossen der v. Grotlms, Malemann etc. gehörte, in der nordkirchenschenLinie bis 1691 , wo dieselbe erlosch, das Erbmarschall-Amt des Bis-thums Münster bcsass, zu den Stuhlherren der münsterschen Freigraf-schaft Wesenfort zählte und auch im Clevesohen im 17. und 18. Jalirh.angesessen wurde. Dasselbe sass im Münsterlande bereits 1266 zullostmar unweit Steinfurt, 1290 zu ßcrtelwick und Pentrup, 1347 zuNordkirchen etc., so wie im Cleveschen 1688 zu Calbock etc. — Nachdem Freiherrndiplome soll Sander v. Morien im Anfange des 9. Jahr-hunderts tapfer gegen die heidnischen Sachsen gekämpft haben und da-für mit mehreren Gütern, namentlich auch schon mit dem StammsitzeNordkirchen belohnt worden sein. Wie Spangenberg angiebt, warennach Anfange des 16. Jalirh. Bernhard v. M. Dompropst zu Münsterund Alexander v. M. Domherr zu Osnabrück. — Nach Abgang dernordkirchenschen Linie, aus welcher Gerhard v. M. schon 1406 alsErbmarschäll des Hochstifts Münster vorkommt und ein Freih. v. M.im 17. Jalirh. auf einem Landtage zu Münster vonThcodoricus v. Galenin einem Wortwechsel wegen der Jagd-Gerechtigkeit erstochen wurde,liess es sich die falkenhofischc Linie sehr angelegen sein, die Erbmar-schallwürde zu erlangen, erreichte aber, da dieselbe der protestanti-schen Lehre zugethan war, diesen Wunsch nicht. Die falkenhofischeLinie, zu welcher um 1728 Ferdinand Bernhard v. M., k. prcussischerKammerherr und Johannitter-Kitter, gehörte , blühte weiter fort, sassnoch 1790 im Münsterlande zu Horstmar, so wie 1794 im Cleveschenzu Calbeck und ist dann gegen Ende des 18. Jalirh. mit Johann Diet-rich Alexander Georg v. Morien erloschen.
Spangenberg , II. S. ISS. — Weingarten, Fürstenspiegel, \. S. 1(51. — Gauhe, T. S. 1414u. 15. — Zedier, XX'. S. 1745 — 49: triebt auch das Freiherrndiplom. — Dienemann, S. 344,Nr. 59. — llobens , niederrhein. Adel. II. S 233. — N. l'r. A.-L. III. S. 4'27. — Freih. v. Le-debur, II. S. 120. — Siebmacher, I. 18S: Die Morien, Westphälisch. — v. der Ber schwör dt,S. 458. — v. Meding , II. S. 385 u. 88.
Morschstein, Morschstein zu Biberfeit (in Silber ein linksge-kehrter, gekrönter Mohrenrumpf, welcher einen langen Haarzopf trägtund sich unten in einem Tulipanenschnitte endigt). Altes, fränkischesAdelsgeschlecht, nicht zu verwechseln mit den schwäbischen, polnischenund ostpreuss. Familien v. Morstein.
v. Hattstein, II. Supplem. S. 50. — Siebmacher , I. 106: v. Morschstein, Fränkisch. —v. Meding , II. S. 386
Morsey, Morsey. genannt Picard (in Gold ein schwarzer Quer-balken zwischen zwei schrägkreuzweise gelegten, oben kuppigen, vier-mal von Silber und Blau der Länge nach getheilten Fahnen an rothenStangen). Ein ursprünglich französisches Adelsgeschlecht, aus welchemJohann v. Morsey, genannt Picard, im 16. Jahrh. mit einem Herzogevon Jülich aus Frankreich nach Deutschland gekommen und am Hofedes Bischofs zu Münster sein Glück gemacht haben soll. — Die Familiewurde in Westphalen, namentlich im Osnabrückschen und im Tecklen-burgischen begütert und sass schon 1572 zu Holte im Osnabrückschenund später, bereits 1740 und noch 1855, zu Cronenberg im Tecklen-burgischen, erwarb auch im Kgr. Hannover mehrere Güter u. fand durch