Mandel (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber ein grü-ner Palmbaum und links geviert: 1 u. 4 in Gold ein grüner Lorbeer-kranz u. 2 und 3 in Schwarz ein. seine Jungen fütternder Pelican).Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplome vom 31. März 1804 für HansAugust Mandel und vom 23. Nov. 1804 für August Mandel. — Die Fa-milie war in Schlesien am Fusse desZobtenberges mitMolinau, Protsch-kenhain und Wernersdorf im Kr. Schweidnitz begütert. Eine verwittw.Frau v. M. besass um 1830 das Gut Wernersdorf; später lebte Doro-thea vervv. v. M., in zweiter Ehe mit einem Grafen v. Matuschka ver-mählt und ein v. Mandel stand 1837 im k. preuss. 10. Infant. - Regi-mente. —
Handschriftl. Notiz. — N. Pr. A.-L. IIT. S, 345 und V. S. 322. — Freiherr v. Ledebur,Ii. S. 75. — YV.-B. d. Preuss. Monarch.. III. 94.
Mandel, Edle v. Mandelstein. Erbländ.-österr. Adelsstand. Di-plom von 1796 für Joseph Mandel, Inhaber des mandlischen Freihofesund der kerschdorfer Maierschaft in Steiermark, mit dem Prädicate:Edler v. Mandelstein.
Megerle v. Mühlfeld , Erg.-Bd. S. 3(59 und 70.
Mandell. Ein am 4. Apr. 1811 in die steierische Landmannschaftaufgenommenes, freiherrliches Geschlecht, welches wohl zu der im vor-stehenden Artikel erwähnten Familie gehört.
Schmutz , II. S. 4SI und 85.
Mandel, Mandl v. Deutenhofen, Freiherren (Schild geviert: 1 u.4 in Gold ein nach der rechten Seite aufspringender, schwarzer Stein-bock und 2 und 3 in Schwarz ein goldener Pfahl). Reichsfreiherrn-stand. Diplom vom 12. Sept. 1653 für Johann v. Mandl, kurbayer.Geh.-Rath, Kammer-Präsidenten und obersten Lehenspropsten, mit demPrädicate: v. Deutenhofen, dem Stammgute Familie. — Altes, ursprüng-lich schwäbisches Adelsgeschlecht, welches mit dem obengenanntenFreiherrn Johann nach Bayern kam, ansehnliche Güter erwarb und imStaats- u. Kirchendienste zu grossem Ansehen gelangte. — FreiherrJohann, geb. 1588 zu Giinzburg, wo sein Vater vorderösterreichischerPfleger war und gest. 1666, diente fast fünfzig Jahre mit grosser Aus-zeichnung dem Kurfürsten Maximilian I. von Bayern, wurde im 30jähri-gen Kriege mit den wichtigsten Sendungen und Unterhandlungen be-traut und genoss überhaupt das unumschränkte Vertrauen des Kurfür-sten. Derselbe besass, ausser Deutenhofen, auch die Güter Münchs-dorf, Wolfeck, Tandern, Huebenstein, Wörth. Hohenzuechbach, Steegetc., welche jetzt meist zu einem Fideicommiss umgeschaifen u. mit demgrossen Gute Tüssling, dem gegenwärtigen Familiensitze, verbundenwurden. Freih. Johann starb 1666 zu München und liegt in der U. L.Frauenkirche begraben und zwar in der Capelle Mariae-Verkündigung,welche er neu erbaut und mit einem Beneficium und Jahrestage dotirthatte. Von seinen Söhnen und Nachkommen wurden mehrere Liniengegründet, welche aber, bis auf die münchsdorfer Linie, sämmtlich wie-der ausgegangen sind. Im Fürstbisthume Passau bekleidete die Familiedas Erbtruchsessen-Amt. — Die Stammreihe der jetzigen Glieder derFamilie steigt, wie folgt, herab: Freiherr Johann Franz Joseph, Herr