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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
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und durch k. preuss. Diplom vom 23. Febr. 1833 setzte Joachim CarlFriedrich Leopold Ludwig Alfred Gr. v. Maltzan auf Bresa, als Adop-tivsohn des k. pr. Kamnierherrn Eugen Anton Leopold Gr. v. Wedel, zuseinem angeborenen Namen u.Wappen der u. das der Grafen v. Wedel,doch ist seine Linie mit ihm seihst 2(1. Jan. 1858 wieder erloschen.Die Familie Maltzan oder Maitzahn war immer die bedeutendste dermeklenburgischen Lande und zählt zu den ältesten Adelsgeschlechterndes nördlichen Deutschlands. Dieselbe besitzt eine grosse und reicheurkundliche Geschichte, welche Lisch in neuer Zeit aufgeschlossen hat.Nach den Angaben desselben erscheint der Stammvater der Familie,Bernhard oder Behrend, mit dem christlichen Familiennamen Maltzan,zuerst im Bisthume Batzeburg 1194, also während der Germanisirungder wendischen Länder u. zwar als einer der vornehmsten Zeugen ineiner Urkunde des Bischofs von Katzeburg. Die Familie war zuerst imBisthume Ratzeburg begütert, zog aber von hier immer weiter gegenOsten, zuerst in die Grafschaft und das Bisthum Schwerin, von da schonin der ersten Hälfte des 13. Jahrb., während der Kriege der meklen-burgischen Fürsten mit den Herzogen in Pommern, nach Pommern undvon dort sehr bald in das Land Werle, wo sie, seit dem 14. Jahrb. mitdem Erbmarschall-Amte des Herzogthums Pommern-Stettin und desFürstenthums Werle bekleidet, mit zahlreichen Gütern angesessen war.Die ältesten Sprossen des Stammes erscheinen jedoch nur im Ratzebur-gischen, wo dieselben in der Pfarre Schlagsdorf Besitzungen hatten. Indieser Pfarre liegt ein Gut Moltzahn, früher Multsan, welches wohl vonder Familie den Namen führt, auch findet sich in Pommern in derVoigtei Cummerow, der ältesten Besitzung der Familie in diesem Lande,ein Gut Moltzahn. Nach der frühsten Form des Ortnamens treten auchdie ältesten bekannten Familienglieder urkundlich bis 1250 als: Bern-hardus und Johannes de Mulsan, Mulzian und Multsan auf. Es ist da-her wahrscheinlich, dass die Familie von dem Lehngute Multzan denNamen annahm, da die Bezeichnung: ,,v., de" in alter Zeit immer an-deutet, dass die Familie von dem ersten Lehn den Namen trägt, wobei esaber immer wahrscheinlich bleiben wird, dass ursprünglich das Gut vondem Stammvater der Familie den Namen erhalten hatte. Seit Mitte des13. Jahrb., in welcher der urkundlich und verbürgte Stammhalter, Lu-dolph. auftritt, nennt sich die Familie bis auf die neuere Zeit stets:Moltzan und zwar immer ohne: von oder de, was wohl nur in der Be-deutung des Namens zu suchen ist. Letzterer ist zweifelsohne wendi-schen Ursprungs. Der Ton lag früher auf der letzten Sylbe und soschrieb man denn im 17. u. 18. Jahrb. meist Moltzahn. Die Form:Maltzan, bei deren Aussprache der Ton sich auf die erste Sylbe neigt,ist hochdeutsch und hat die alte, wendische Form jetzt ganz verdrängt.Dieselbe erscheint zuerst in Schriften und Urkunden des ersten Frei-herrn Joachim (II.). Einzelne Glieder der freiherrlichen Linien schriebensich bis vor Kurzem noch: Maitzahn, jetzt aber schreiben sich die Mei-sten: Maltzan, wie von der gräflichen Linie immer geschehen ist. Wasübrigens den Namen anlangt, so ist derselbe ein Personalname, welchereinen Gottesverehrer, oder Bewohner eines Tempelortes und der Orts-