— 93 —
nen, Regitten, Tappelkeim etc. begütert gewesenes Adelsgeschlecht,welches 1750 und noch 1780 zu Porschein unweit Pr. Eylau sass.
Freih. v. Ledebur , II. S. 71.
Malkos, Malcoz, Malkas. Altes, hessisches und fränkisches Adels-geschlecht aus dem im Fuldaischen gelegenen Stammsitze Malcoz, wel-ches längst erloschen ist, ohne dass die Zeit des Aussterbens und derName des Letzten des Stammes bekannt sind. Die bekannten Beleh-nungen des Geschlechts gehen nur bis 1362, doch lebte Nicolaus v. Mal-kos, Domdechant zu Würzburg, noch 1392.
Schannat, S. 129. — Salver, S. 245, 265 und 388. — Siebmac/ier . II. 74: v. Malkas,Fränkisch. — v. Meding, III. S 414 und 15.
Malkovsky, Edle v. Dammwaiden. Erbl. - österr. Adelsstand.Diplom von 1818 für den k. k. Hauptmann Malkovsky, mit dem Prädi-cate: Edler v. Dammwaiden. Der Stamm wurde fortgesetzt und RobertMalkovsky Edler v. Dammwaiden war in neuester Zeit k. k. Lieutenant.
Megerle v. Mühlfeld, S. 223. — Milit.-Schemnt. d. österr. Kaisertli.
Mallaesce de Eidelitate. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von1718 für die Gebrüder Uladislaus und Constantin Mallaesce, mit demPrädicate: de Fidelitate.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 369.
Mallentlieim, Grafen, s. v. Yeterani-Mallentkeim , Grafen.
Mallinarich (Mallinaric) v. Silbergrund. Erbl.-österr. Adelsstand.Diplom von 1793 für Gregor Mallinarich, wegen 45jähr. Dienstleistung,mit dem Prädicate: v. Silbergrund. Der Stamm blühte fort. In neuesterZeit war Anton Mallinaric v. Silbergrund, k. k. Oberst, Bau-Director inder croatisch-sclavonischen Militairgränze und nächstdem standen Jo-hann, Heinrich und Emil M. v. S. in der k. k. Armee.
Megerle v. Mühlfeld, S. 223. — Militair-Schematisra. d. österr. Kaiserth.
Mallinckrodt, Mallinkrodt (in Gold, oder auch in Silber dreischwarze Federn, oder auch spitzige Blätter, in der Mitte des Schildesdurch eine rothe Kugel mit einander vereinigt). Altos Adelsgeschlechtder Grafschaft Marek aus dem gleichnamigen Stammschlosse, welchesder Familie schon 1346 zustand. Dasselbe, wohl eines Stammes mitden v. Romberg, hatte später auch ein Gut zu Herdicke und sass 1520zu Küchen u. zu Lütke-Dortmund. — Bernhard v. Mallinckrodt, Dom-herr zu Minden und Domdechant zu Münster, trat 1650 als Gegnerseines Vetters, des 1650 zum Bischöfe von Münster erwählten ChristophBernhard v. Galen, auf. Freih. v. Ledebur nennt den Domherren Bern-hard v. M. einen der letzten Sprossen des Geschlechts, doch hatte dieFamilie noch 1619 den Stammsitz Mallinckrodt inne und kam nochweit später, wie die von v. Meding erwähnte hildesheimische Sedisva-canzmedaille von 1761 ergiebt, im Hochstifte Hildesheim vor. —[Jehereine Linie des Stammes, die den Grafenstand erhalten haben soll, fehlennähere Nachrichten.
Hübner, Histor. Pol. VII. S. 940. — Jocher, Compend. Gelehrton-Lexicon , II. S. 32. —Gauhe, I. S 1299 und 1300. — N. Pr. A.-L. III. S. 340. — Fahne , I. iS. 267. — Freiherrv. Ledebur , II. S. 71 und 72. — Siebmacher, I. 189: v. Mallinckrodt, NVestphälisch. —v. Meding, IIT. S. 415.