Druckschrift 
6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
30
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kursächs. Appellationsrath, fürstl. sachs.-merseburg. Geli.-Ratli undKammer-Director und zuletzt, seit 1690, fürstl. anlialt. Geli.-Ratli zuZerbst. Derselbe war zweimal vermählt, starb aber 1700 ohne Nach-kommen. Nicol Ernst, jüngerer Solin Heinrich Abraham's, hatte nurzwei Töchter, von denen Johanna Sibylla sich mit Friedrich Christianv. Heynitz vermählte. Hans Abraham's älterer Sohn, Cornel v. L.,Herr auf Goerlsdorff, Döbernitz u. Hohen-Roda, kursächs. Obersteuer-Einnehmer und Landeshauptmann in der Niederlausitz, war mit MariaSibylla v. Miltitz vermählt, aus welcher Ehe, neben zwei Töchtern, vondenen die eine jung starb und die andere, Anna Juliane, gest. 1708,zuerst mit Christoph Haubold v. Houwald und später mit Johann Da-vid v. Koseritz vermählt war, ein Sohn, Georg Dietrich, stammte, wel-cher schon 1694 auf der Universität Halle starb. So starb denn spä-ter, 1717, mit Cornel v. Luckowien der Stamm des alten Geschlechtsaus.

Sinapius, II. S. 795. Val. König, II. S. 654 61. Gaulie , I. S. 1275 u. 76. Zed-ler, XVI] I. S. 743. Weinart , Versuch einer Literatur d. sächs. Geschichte u. .Staatskunde,11. S. 581. Freiherr v. Ledebur , II. S. 59. Siebrnacher , I. 168 : v. Luckowin, Meiss-nisch. Kneschke, IV. s. 270 u. 71.

Ludewig (Schild der Länge nach und in der linken Hälfte quer-getheilt; dreifeldrig. 1, rechts, in Blau ein Springbrunnen, dessenBecken golden ist und welcher oben, durch die Stärke des aufsteigendenund wieder in das Becken hinabfallenden "Wassers, eine goldene Kugelhebt, oder, nach dem Wortlaute des Diploms mit derselben spielt; 2,links oben, in Grün drei schräglinks über einander gelegte und zwarmit den unteren Theile nach rechts gekehrte, silberne, schon eingetunktgewesene, doch die völlige Befiederung noch habende Schreibfedernvon Schwanenkielen und 3, links unten, in Roth ein mit der Spitze indie Höhe gekehrter, ausgebrochener, goldener Triangel). Reichsadels-stand, im Ivgr. Preussen anerkannt. Adelsdiplom vom 11. Apr. 1719für D. Johann Peter Ludewig, k. preuss. Geh. Rath, o. o.Professor derRechte an der Universität zu Halle etc. und Anerkennungsdiplom desverliehenen Adels vom 27. Apr. 1720 für Denselben. Der Empfängerdieser Diplome, zu seiner Zeit als Jurist sehr berühmt, starb als Kanz-ler der Universität Halle 6. Sept. 1743, ohne männliche Nachkommenzu hinterlassen.

N. Preuss. A.-L. III. 8. 313 u. 314. Frcih. v. Ledebur, II. S. 60. v. Drcyhaupt, II.Tab. 28. Nr. 3. v. Me.ding, II. S. 35456 : Angaben nach dem Diplome. W.-B. d. Pr.Monarch. III. 90. Knenchke, IV. S. 271 und 72.

Ludewig, Ludwig (Schild geviert: 1 u.,4 in Blau e : n schrägrechtsgelegter, goldener Kleestengel mit drei goldenen Blättern und 2 und 3in Roth ein rechtsgekehrter, silberner Kranich, welcher in der erhobe-nen, rechten Kralle einen goldenen Stein hält). Reichsadelsstand. Di-plom vom 18. Juli 1791 für Andreas Ludewig, Amtsverwalter u. Herrnder oberlausitzischen GüterDöbra, Liebegast, Lieske, Milstrich, Osslingu. Schlauroth. Die Familie war 1830 auch zu Skaske und Trado begü-tert und sass noch 1846 zu Schlauroth unweit Görlitz. Zu derselbengehörte in letzterer Zeit der im 6. Landwehr-Regimente stehende Haupt-mann v. Ludwig.

N. Pr. A.-L. III. S. 314. Freili. v. Ledebur, II. S. 61. Dornt, Allgem. W.-B. II.S. 96 und Nr. 211. Kneschke , I. S. 282.