Druckschrift 
6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
2
Einzelbild herunterladen
 

grafenthum Bayreuth, und später nach Dresden, worüber Gauhe Wei-teres mittheilt. Nach der Schlacht bei Pultawa, 1709 , änderte sich inLiefland alles wieder und so zog denn der Graf v. L. mit seinen dreiSöhnen, welche sich an den herz, curländ.- und nachher an den k. rus-sisch. Hof begaben, wieder nach Liefland. Die genannten Söhne kamensämmtlich zu hohen Ehrenstellen, doch fiel der Aeltere, um 1738 k.russ. Ober-Hof-Marschall, Ober-Inspector des Salz-Wesens 1743 beider Czarin in Ungnade; Graf Friedrich war 1733 k. russ. Gesandteram k. polnischen Hofe, trat im folgenden Jahre in k. k. Dienste, wurdebald Generalmajor und 1741 General - Feldzeugmeister und Graf CarlGustav, 1732 k. russ. Ober-Stallmeister und Generallieutenant, wurdedann mit Gesandtschaften an den k. k.- und an den polnischen Hof be-traut, starb aber schon 1735 in Liefland auf seinen Gütern.

Oauhe, II. S. 649652.

Loewitz. Altes, schon längst ausgestorbenes, meklenburgischesAdelsgeschlecht, welches nur dem Namen und dem Wappen nach be-kannt ist.

v. Meding, II. S. 351: nach dem MS. abgegangener meklenb. Familien,

Logau, auch Freiherren und Grafen (Stammwappen: Schild vonBlau und Silber gerautet und von einem schrägrechten, rothen Balkendurchzogen). Böhmischer Freiherrn- und Grafenstaud. Freiherrndi-plom vom 31.Dec. 1687 für Balthasar Friedrich v. Logau u. Altendorf,des Fürstenthums Brieg Abgeordneten bei den allgemeinen Landescon-venten etc. und Grafendiplom vom 30. Dec. 1733 für Heinrich Frie-drich Freih. v. Logau. Eins der ältesten und angesehensten, sckle-sischen Adelsgeschlechter, welches zu bedeutendem Grundbesitz kamund sehr gliederreich wurde. Die adeligen Zweige waren früher na-mentlich im Briegischen und die freiherrlichen, später gräflichen imLiegnitzischen angesessen. Als Stammhäuser werden Altendorf (dasheutige Mellendorf bei Büchenbach), Schlaupitz, welches schon 1252in der Hand der Familie war und Jentschwitz genannt und Kosentlmlund Iiinsberg bei Waldenburg, Krain bei Strehlen, Ullersdorf bei Glatz,Dirsdorf bei Nimptsch, Samitzund Ober-Bielau unweit Liegnitz, Olbers-dorf bei Frankenstein, das Städtchen Miesko bei Tesclien etc. standendem Geschlechte zu Heinrich Logau, Kitter, dessen Burg im Schweid-nitzischen lag, lebte um 1341. Hans v. L., 1342 Burggraf zu Hayn u.Hofrichter zu Jauer, tritt urkundlich 1367 in einem der Stadt Gubenvom Herzoge Bolco verliehenen Privilegium auf; Nicol v. L. war 1424Landeshauptmann der Standesherrschaft Wartenberg und Wenzel v. L.1503 herz, münsterbergischer Marschall. Matthaeus der Aeltere wurde1542 Landeshauptmann der Fürstenthümer Schweidnitz und Jauer u.Georg, königl. Rath, Canonicus zu St. Johann und Propst zum heiligenKreuze in Breslau, welcher, zu seiner Zeit als Gelehrter und Dichterbekannt, die Kirchenhistorien des Nicephorus aus dem Griechischen indas Lateinische übersetzte, starb 1553. Caspar V.L., gest. 1574, wurde1562 Bischof zu Breslau. Friedrich v. L., geb. 1604 und gest. 1655,Regierungsrath des Herz. Ludwig zu Liegnitz und Brieg, gehörte zurersten schlesischen Dichterschule, erwies sich als würdigen Nachfolger