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sehen u. in Pommern sesshaft wurde und aus welchem viele Sprossensich nach Sachsen, Hannover, Preussen etc. wendeten. Dasselbe besassdas Erbtruchsessen-Amt der alten Grafen v. Ziegenhain, sass schon 1241auf dem Schlosse Jesberg bei Fritzlar und später auch auf dem SchlosseDensberg an der Gilsa. Die hessische Stammlinie starb 26. Oct. 1721mit Ludwig Eitel v. Linsingen aus, welcher noch den genannten Sitzund das Schloss Jesberg inne hatte, doch blühte die von dieser Haupt-linie stammende Linie auf dem Eichsfelde, welche bei Heiligenstadt etc.,zu Birkenfelde, Burgwalde, Hessenau, Rengelrode, Udra etc. und späterauch in Thüringen bei Sangerhausen zu Agnesdorf und Questenberg, imSchwarzburgischen zu Sittendorf und Tilleda etc. begütert wurde, fort.
— Aus der nach Hannover gekommenen Linie war 1806 der k. preuss.Major v. L. Commandern' des Infanterie-Regim. v. Tschammer. Der-selbe hatte zwei Söhne, von denen der ältere 1807 als Capitain seinenAbschied nahm und später in Tilleda lebte und der jüngere 1825 alsOberstlieutenant aus dem activen Dienste schied. Später, um 1840,dienten noch andere Familienglieder in der k. preuss. Armee und unterdiesen der Capitain v. L. im 25. Inf.-Regim. — Von den obengenanntenEmpfängern des Freiherrndiploms von 1784 starb Ernst Adolph v. L. ohneNachkommen, Freih. August Christian Wilhelm aber hatte mehrere Söhne.Zu diesen gehörten Freih. Christian Carl, k. sächs. Major a. D., welcher1821 aus dem activen Dienste trat u. vor mehreren Jahren in Dresdenstarb; Alexander Gottlob Carl, als k. sächs. Major 1838 pensionirt u.Freih. Lcbrecht Carl, k. pr. Oberstlieutenant, gest. 1859. Letzterer,welcher 1857 mit dem Major Gottlieb Bernhard Heinrich und demMajor Alexander Gottlob Carl als Besitzer des Gutes Sittendorf beiSangerhausen aufgeführt wurde, hat neben einer Tochter, zwei Söhne,die Freih. Bernhard und Bodo, hinterlassen. — Freiherr Carl GustavOtto, welcher als k. sächs. Major 1848 den Abschied genommen, lebtin Dresden. — Ucber die gräfliche Linie giebt einige nähere Auskunftdas geneal. Taschenb. d. gräfl. Häuser. — Der Empfänger des Grafen-diploms, gest. 5. Sept. 1830, stammte aus der von Georg Adam v. L.
— einem Nachkommen des Friedrich v. L., welcher 1468 Güter aufdem Eichsfeldo erworben hatte — gestifteten eichsteldischen Linie, ge-nannt vom steinernen Hofe zu Birkenfelde und Eldra.
Th. v Steinmetz , Gesch. der Herren v. Usslar nebst Beschr, der Rittersch. des Eiclis-feldes. Göttingen, 1701, Im Anhange. — v• Hattstein III. Suppl. S. 98. — Zedier, XVII.S. 1457 und 58. — Freiherr v. Krohne, II. S. 258—78. — A. E. v. Lonsingen , Geschlechts-folge der Farn. v. Linsingen, Erfurt, 1774. — N. geneal. Handbuch, 1777. S. 282—88. u. 1773.S. 139—45. — Hörschelmann , Geschlechtsfolge der Herren v. Linsingen, Coburg, 1785. —Wcnck , hess. Landesgesch.. II. Urk. von 1248. — Schmidt, Beitr. zur Geschichte d. Adels,I. S. 177 und II. S. 331 und 32. — Rommel, Gesch. v. Hessen, II. Anmerk. S. 231 und IV.Anmerk. S. 494. — (Hann.) Vaterl. Archiv, 1830. II. S. 313. — N. Pr. A.-L. V. S. 312. —Freih. v. d. Knesebeck, S. 193. — Freiherr v. Ledebur, IL S. 41. — Geneal. Taschenb. dergräfl. Haus. 1858. S. 452. u. histor. Handb. zu demselben, S. 524. — Gen. Taschenb. d. freih.Häuser, 1856. S. 409 und 1857. S. 441. — Siebmacher , I. 135: v. L., Hessisch und 182 :v. Linsing, Braunschweigisch. — W.-B. d. Preuss. Monarch., I. 68: Gr. v. L. — W.-B. desKgr. Hannov. A. 14 und S. 10: Gr. v. L. — W.-B. d. Sächs. Staat. III. 35 : F. H. v. L. u.VIII. 6: v. L. — v. Hefner, hannov. Adel, Tab. 20 und 21.
Linstow. Altes, meklenb. Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen,der Familie schon 1352 zugestandenen Stammsitze im Amte Liibz desGrossh. Meklenb.-Schwerin, welches sich dann aus den Häusern Lüt-gendorf und Gartz ausbreitete, 1523 die Union der meklenb. Ritter-