Kalb (im von Roth und Silber 11 mal quergestreiften Schilde einspringendes Kalb, welches eine mit drei Straussenfedern geschmückteKrone trägt). Altes, thüringisches Adclsgeschlecht, nicht zu verwech-seln mit der alten , altmärkischen Familie v. Kalben, Kalbe, welchesschon im 15. und den folgenden Jahrhund, den Rittersitz Kalbsrieth imSachsen-weimarschen Amte Allstedt besass u. auch zu Waltershausenbei Gotha begütert war. —Von den Sprossen des Stammes sind besondersdie Brüder Ferdinand und Heinrich v. Kalb zu nennen. Erstem - , h.sachs.-weim. Geh.-Rath und Präsident, war in den letzten Jahrzehntendes vorigen Jahrh. Goethes Vorgänger im s.-weim. Staatsdienste, Letz-terer stand in der k. französischen Armee und vermählte sich mit derSchwester der Gemahlin seines Bruders, der geistreichen CharlotteMarschalk v. Ostheim, gest. 1843 , welche durch Schillcr's und JeanPaul's Leben in weiten Kreisen bekannt geworden ist. Beide Brüdersetzten den Stamm fort, doch finden sich genaue Nachrichten über dasFortblühen der Familie nicht vor.
Hörschelmann, geneal. Adelshist. I. S. 89 u. ff. — Freih. v. Krohne, II. S. 165. —N. Pr.A.-L. III. S. 52. u.V. S. 263. — Freih.v. Ledebur, I. S. 407.
Kaibacher. Erbländ. - österr. Adelsstand, im Kgr. Preussen er-neuert. Erneuerungsdiplom vom 19. Juli 1749 für Carl Benedict v. Kai-bacher, fürstbischöfl. breslau'schen Kammerrath. Derselbe gehörte zueinem angesehenen österreichischen Geschlechte, aus welchem FranzNicolaus Kaibacher, Hauptmann auf dem Schlosse Stahremberg im Wie-ner Walde, dasselbe 1682 auf das Tapferste gegen die Türken verthei-digt und später den Adel erhalten hatte. — Von den Nachkommen desCarl Benedict v. K. brachte Ferdinand v. K. das Gut Borkendorf un-weit Neisse an sich und Ignaz v. K. war Regierungs-Assistent u. Justiz-Commissarius bei der fttrstl. liechtensteinschen Landes-Amts-Regierungk. preuss. Antheils in Leobschütz und ein Sohn des Letzteren 1845Justiz-Commissar bei dem liechtensteinschen Fürstenthums-Gerichte zuLeobschütz.
Freih. v. Krohne, II. S. KJO. — v. HeUbach. I. S. 630. — N. l>r. A.-L. I. S. 42 u. III.S. 53. — Freih. v. Ledebur, I. S. 407. — W.-B. d. Preuss. Mon. III. 62. — Kneschke , III.S. 243 u. 244.
Kalben, Kalbe, Calbe, Calue (in Roth drei silberne Sterne). AltesAdelsgeschlecht der Altmark, welches schon im 13. u. 14. Jahrh. undspäter in derselben begütert war, bereits im 14. Jahrh. im Rathe derStadt Lübeck, wo die Familie später zu der adeligen Zirkelgesellschaftgehörte, sass u. im 17. u. 18. Jahrh. auch in Holstein Güter erwarb.
Kneschke , Deutsch. Adels-Lex. V. 1