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Lingauer v. Lindenthal. Erbländ. - österr. Adelsstand. Diplomvon 1811 für Georg Lingauer, k. k. Oberstwachtmeister, mit dem Prä-dicate: v. Lindenthal.
1Wegerle v. Mühlfeld , S. 221.
Lingelsheim. Altes, elsasser Adelsgeschlecht aus dem gleich-namigen Schlosse bei dem, eine Meile von Strassburg entfernten Fleckendieses Namens, welches Schloss schon 1262 von den Strassburgern zer-stört wurde. Die Familie lebte dann in Strassburg. Georg MichaelLingelsheim, gebürtig aus Strassburg, war 1620 Präceptor des Kur-fürsten Philipp Wilhelm von der Pfalz, wurde später kurpfälz. Rath u.stand zu seiner Zeit in dem Rufe grosser Gelehrsamkeit. — Um dieMitte des 18. Jahrb. stand ein v. L. als Oberstlieutenant in bolländ.Diensten. Derselbe war mit einer Gräfin zu Solms-Hungen aus einerNebenlinie der solms-braunfelsischen Hauptlinie vermählt und aus die-ser Ehe stammte Friedrich v. L., geb. 1757 zu Hungen u. gest. 13. Jan.1835 als k. preuss. Generallieutenant und Commandern- des Cadetten-corps. Derselbe hatte zwei in der Armee stehende Brüder, von welchender jüngere als k. pr. Oberstlieut. in d. A. 1822 starb. Derselbe sollKinder hinterlassen haben, doch wird das Geschlecht als erloschen be-zeichnet.
Königliofer , Chronik von Strassburg, S. 252. — Tromdorf , neue uiul alte Geographie,IV. S 231. — N. Pr. A.-L. III. S. 267 und 68. — Freiherr v. Ledebur, II. S. 41.
Lingenthal, Zacliariae v. Lingenthal. Adelsstand des Grossli.Baden. Diplom von 1842 für D. Carl Salomo Zachariae, grossh. bad.Geh.-Rath und o. ö. Professor des philosophischen Rechts, des deut-schen Staats- so wie des Kirchen- u. Lehenrechts an der UniversitätHeidelberg, mit dem Prädicatc: v. Lingenthal und zwar für die Nach-kommen nach dem Rechte der Erstgeburt, Der Empfänger des Diploms,geb. 1769 zu Meissen, starb 1843 mit dem Rufe einer der grössten Ju-risten und der berühmtesten Lehrer seiner Wissenschaft gewesen zusein. — Der Stamm wurde fortgesetzt und gehört durch Besitz der säch-sischen Parzelle von Grosskmehlen p. r. zu dem im Kgr. Sachsen be-güterten Adel.
Cast , Adelsb. des Grossh. Baden. Abtli. 3. S. 347. — Dorst, Allgem, W.-B. I. Tab. 138und S. 166 und 67. — Kneschke , I. 8. 274 und 75.
Linger. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 12. März1705 für Christian Linger, k. preuss. Major im Artilleriecorps undAdels-Erneuerungsdiplom vom 3. Dec. 1787 für Peter Salomon v. Linger,k. pr. Oberstlieutenant der Artillerie. Christian v. L. — ein Urenkeldes k. k. Oberstlieutenants Wilhelm Heinrich L., Enkel des kurbrandenb.Capitains und Zeugmeisters bei der Artillerie Martin Ferdinand L. undSohn des kurbrandenb. Zeugmeisters bei der Artillerie Salomon L. —war mit Elisabeth Graefe vermählt und starb 1755 als k. pr. Generald. Infant, und Chef der gesammten Artillerie, mit Hinterlassung von fünfKindern. Der genannte Peter Salomon v. L. war ein Enkel des GeneralsChristian v. L. — Die Familie war in der Uckermark im angermünderKreise zu Alt-Künckendorf 1720 u. noch 1788 und 1767 zu Wollitzund Klein-Ziethen gesessen. — Von den späteren Sprossen des Stammes