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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
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Adelsstand des Kgr. Sachsen. Diplom vom 11. (21.) Aug. 1813 fürDr. Stolzer in Görlitz , Herrn auf Niederholtendorf in der Oberlausitz.

— In neuester Zeit wird Fingal August Lindner v. Stolzer, k. preuss.Lieut. a. D. als Herr auf Nieder - Steinkirch bei Lauhau genannt. —Sonst sehr genaue Angaben über die sächsischen Erhebungen nennenden Empfänger des Adelsdiploms nur: Dr. Stolzer — vielleicht ist derName: Lindner v. Stolzer durch Adoption entstanden.

Handschriftl. Notiz. — Freiherr v. Ledebur, III. S. 302. — Schlesisch. W.-B. Nr. 418.

Lindow, Grafen, s. Lindau, S. 548.

Lindstedt. Altes Adelsgeschlecht der Altmark aus dem gleichna-migen, der Familie schon 1319 zugestandenen u. verbliebenen Stamm-sitze unweit Gardelegen, welches sich Lindstedt zu Lindstedt oder Lind-stetten und Linstetten schrieb. Dasselbe war zeitig auch in Vor-Pom-mern u. in der Uckermark u. später auch in der Mittelmark angesessenund zwar in Pommern im Wolgastschen, in der Uckermark ausschliess-lich im Prenzlower- u. in der Mittel-Mark im Ober-Barnimschen Kreise.

— Heinrich L. nahm 1478 als h. pomm. Oberst die Stadt Vierradenein und um dieselbe Zeit lebte auch Henning L.; Achim war unter Her-zog Heinrich zu Braunschweig 1492 bei der Belagerung von Braun-schweig und Christoph v. L. kommt 1606 als pommerischer Landrathvor. — Von den späteren Sprossen des Stammes sei hier namentlichgenannt Daniel Georg v. L., geb. 1705 —■ ein Sohn des Joachim An-dreas v. L., Herrn auf Lindstedt — welcher mit einer v. Pieverlingvermählt war, sich in den Schlachten bei Prag und Collin sehr ausge-zeichnet hatte, 1758 Generalmajor wurde und 1764 starb. — Dieuckermärkische, zuletzt noch zu Bröllin gesessene Linie des Stammesging 1738 aus und die altmärkische Stammlinie erlosch 16. Mai 1804mit Werner Christoph Heinrich v. Lindstedt auf Lindstedt. Der Stamm-sitz kam durch die Erbtochter an die v. Rinow.

Micrael, Lib. G. — Gauhe , T. S. 1226. — Vansels adel. Poramern, Colb. 1742. S. 285. —Grundmann, S. 45 — N. Pr. A.-L. 3 f. S. 267. — Freih. v. Ledebur, II. S. 40 und 41 undIII. S. 302. — Siebmacher , III. 166 : v. L., Pornraeriscli. — v. Meding , II, S. 343 : unterdem unrichtigen Namen: v. Lindenfels. —Pomraersches W.-B. V. Tab. 16.

Lindt (Schild geviert: 1 und 4 in Silber eine rothe Stufe und 2und 3 in Silber auf grünem Hügel ein brauner Zinnen-Wartthurm. Aufdem gekrönten Helme eine aufwachsende, rothbekleidete Jungfrau inder Rechten einen goldenen Ring mit blauem Steine emporhaltend).Reichsadelsstand. Diplom um 1780 für Anton Franz Hermann Lindt,kursächs. Oberst. Derselbe, aus Frankfurt a. M. gebürtig, wurde 1784General-Inspecteur der Infanterie, 1786 Chef eines Infant.-Reg. u.1799General der Infanterie. Ein Sohn desselben, Carl Adolph Valentin v. L.trat 1834 als Major aus der k. sächs. Armee, lebte dann in Dresdenund ist später gestorben. Die Schwester desselben, Antonie v. Lindtlebte noch 1862 in Dresden. — Was das Wappen anlangt, so ist dierothe Stufe in Silber im 1. und 4 Felde u. die Jungfrau auf dem Helmedem Wappen der alten kärntner Familie v. Lindt angehörig, s. Sieb-macher, I. 45.

Handscliriftl. Notiz. — Tyroff, I. 247. — W.-B. d. Sächs. Staaten, V. 65. — Kneschke,II. S. 279.