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zu Grimma und ein Anderer dieses Vornamens um 1522 kursächs.Ober-Schenk; Wolf v. L. reiste 1530 mit D. Luther auf den Reichstagnach Augsburg und starb daselbst; Sigmund v. L., Dom-Dechant zuMerseburg, befand sich auf dem genannten Reichstage im Comitate desKurfürsten Joachim I. zu Brandenburg und starb später, 1544, als derletzte katholische Bischof zu Merseburg; ein anderer Sigmund v. L.,Domdechant zu Merseburg, vermählte sich 1545 und D. Luther hieltihm seihst die Hochzeits-Predigt; Hans v. L., kursächs. Appcllations-Rath. wurde 1570 Ober-Aufseher der Grafschaft Mansfeld; Wolff v. L.war 1685 der Kurfürstin Wittwe Magdalena Sibylla zu Sachsen Ober-Küchenmeister und nach dem Tode derselben kursächs. Ober-Land-Fisch meister; ein anderer Wolff v. L. starb 1710 als Amts-Hauptmannzu Leipzig und Würzen mit Hinterlassung von fünf Söhnen und JohannGeorg v. L. auf Polenz war 1713 fürstl. Sachsen-gothaischer Ober-Stallmeister. — Der Stamm blühte, wie namentlich v. Uechtritz ange-geben hat, fort und von den mehreren Häusern kam besonders das HausMachern zu Ansehen, von welchem hier nachstehende Stammreihe einenPlatz finden mag: Wolff v. L. auf Machern: fünfte Gemahlin: EvaMaria v. Warnsdorf a. d. H. Schreibersdorf; — Gottfried Anselm v. L.auf Machern, gest. 1749: Christiane Elisabeth v. Ziegler u. Klipphau-sen, gest. 1774; — Graf Heinrich Gottlieb auf Machern, s. oben, gest.1789: Auguste Charlotte v. Seydewitz, venv. v. Kühlewein, gest. 1764,Frau auf Raschwitz und Auerbachs Hof zu Leipzig; — Graf Carl August,Herr auf Machern bis 1802, gest. 11. Aug. 1842 als k. pr. General-lieutenant a. D. und als Letzter des Mannsstammes der gräflichen Linie.— Von neueren Familiengliedern mögen hier nur genannt sein: Carlv. L., früher in k. pr. Diensten, gest. 1818 als k. k. Feldmarschall-Lioutenant und Bernhard August v. L. auf Windischleube u. Pohlhofbei Altenburg, gest. 185., resignirte 1843 als k. sächs. Staatsministeru. Präsident des Gesammtministeriums. Derselbe, sehr berühmt als Ge-lehrter und früherer Director der Sternwarte auf dem Seeberge beiGotha, erwarb erst durch viele Werke den Ruf eines der grössten Astro-nomen seiner Zeit und später den Ruf eines der ersten Staats-MännerDeutschlands. Seine Verdienste um die Ilcrzogthümer Sachsen-Gothaund Altenburg, so wie um das Königreich Sachsen waren die grösstenund sein Name wird in diesen Staaten bis auf die spätesten Zeiten imdankbarsten Andenken fortleben. — Von den Sprossen der Familie inneuester Zeit wird ein v. Lindenau mit dem freiherrlichen Character alsHerr auf Ostrawe und Pluskau im Kr. Wohlau, Prov. Schlesien, undJulius Wolf v. L., k. sächs. Kammerh. u. Hauptmann a. D., aufgeführt.Noch sei hier erwähnt, dass August Gottlieb v. Petrikowski, k. sächs.Major a. D., mit k. Erlaubniss 1830 Namen und Wappen seines in dem-selben Jahre ohne männliche Erben verstorbenen Schwiegervaters, desk. sächs. Kreisoberforstmeisters Gottlob Heinrich v. Lindenau auf Po-lenz , mit seinem angestammten Namen u. Wappen vereinigte.
Knaulh. S. 527. — Val. Kimig, TU. S. 727—39. — Gauhe, I. S. 1223—25. — Zedier. XVII.S. 1375—1380. — 31. S- Schneider , Nachr. von d. adel. v. Lindenauischen Geschlechte älte-rer Linie zu Machern und Polenz in : Klotsch und Grundig's Sammlungen zur sächsischenGeschichte, VI. S. 169—220 und VII. S. 344—359. — v. .Uechtritz , dipl. Nachr. II. 8. 64—68