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Lilienstrom, Lilljeström. Schwedischer Adelsstand. Diplom vom
12. Mai 1G36 für Johann Nicodcmus Lilljeström und vom 18. August1G47 für den Bruder desselben. Clas Danckwardt (NicolausDankwerth).Beide Brüder erhielten ein und dasselbe Wappen: Schild geviert: 1 u.4 in Silber ein schräglinks fliesseiuler, blauer Strom und 2 u. 3 in Blaueine silberne Lilie und Ersterer wurde 1638, Letzterer 1652 in dasRitterhaus zu Stockholm eingeführt. Johann Nicodemus v. L. starb 1657als Herr auf Eka, Boe und Eiken, pommerscher Regierungs - Präsidentund Vicekanzler der Academie zu Greifswald und Nicolaus Danckwerthv. L. später als k. schwedischer Generalmajor und Landhöfding zuColmar. Der Stamm, in Pommern im uckermünder Kreise zu Berends-hof. Karlshof, Luckow, Mönkeberg, Vogelsang und Warsin 1651 undnoch 1723 gesessen, wurde fortgesetzt und mehrere Sprossen desselbenhaben in der k. preuss. Armee gestanden. Der Generalmajor v. Lilien-ström war 1843 Commandern- der ersten Landwehr-Brigade zu Königs-berg in Pr.
Gauhe , II. S. 1650 und 51. — N. Pr. A.-L. V. S. 340. — Freih. v. Ledebur, II. S. 37 u.III. S\ 301. — Cedercrona, Sera Rikes W. Ridd. Tab. '27. Nr. 241 und Tab. 44. Nr. 395.
Lilienthal (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber zweiüber einander stehende, heraldische, blaue Lilien und links in Gold vorzwei gekreuzten, silbernen Pfeilen ein frei aufrecht gestellter, rotherHammer, dessen silberner Stiel in der Mitte mit einem, die Hörneraufwärts kehrenden, silbernen Halbmonde belegt ist. Der gekrönteHelm trägt zwei Büffelshörner, in deren Mündungen je eine blaue Lilieder rechten Schildeshälfte steckt. Das rechte Horn ist von Silber undBlau und das linke von Silber und Roth quer getheilt und zwischen denbeiden Hörnern schwebt der Halbmond der linken Schildeshälfte. DieIlelmdecken sind rechts blau und silbern und links rotli und silbern).Adelsstand des Königr. Schweden. Diplom von der Königin Christinavom 30. März 1654 für „Johan Mejer'* deutschen Secretair bei demk. schwedischen General-Commerz-Collegio zu Riga, mit demPrädicate:v. Lilljenthal (Lillienthal, Lilienthal) und unter gex-inger Veränderungund mit Vermehrung des von den Vorfahren geführten Wappens. —Der Empfänger des Adelsdiploms, aus einer deutschen Familiestam-mend, welche, wie aus diesem Diplome sich ergiebt, früher einen kai-serlichen Wappenbrief erhalten hatte, trat in schwedische Dienste, war1648 Secretair bei der schwedischen Gesandtschaft an den König Jo-hann Casimir in Polen u. an den Czar Alexej Michäilowitsch von Russ-land, wurde 1649 Notarius publicus in Riga, erhielt 1653 das obener-wähnte, bei Erlangung des Adels noch verwaltete Secretariat, kam1664 als k. schwedischer Resident nach Moskau, wurde 1667 Burg-graf zu Narwenfürd und im folgenden Jahre im Ritterhause zu Stock-holm eingeführt und starb 1674. — Der Stamm, welchen der in An-gabe der ausgegangenen Geschlechter möglich genau verfahrende Ce-dercrona 1746 als bestehend angab, hat, wenn auch v. Stierman 1754diese Ansicht nicht theilte, fortgeblüht und ist nach Anfange des19. Jahrb. nach Deutschland mit Johann August Julius v. Lilienthalgekommen. Derselbe, geb. 24, Juni 1787, verlebte seine ersten Jugend-