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sechsstrahliger, goldener Stern schwebt). Altes, meissensches Adelsge-schlecht, welches nach Einigen aus Schwaben nach Sachsen gekommensein soll, wofür das Wappen nicht spricht, s. unten, nach Anderen aberein eingeborenes ist und wohl aus dem Sitze Burgliebenau bei Merse-burg stammt. Dasselbe kommt schon im 13. Jahrh. vor. Bartholomaeusde Lybennowe erscheint urkundlich bereits 1231 u. die GebrüderHein-ricli, Richard und Bartholomaeus, Mönche im Kloster Altenzelle/beiNossen, treten 1279 als Zeugen auf. — Die Familie war von 1490 bis1694 zu Krumhermsdorf bei Stolpen, 1639 zu Langen-Allersdorf, 1671zu Zehista, 1752 zu Leissenau, 1780 zu Langen-Wolmsdorf und noch1801 zu Schmiedeberg bei Wittenberg gesessen. — Von den Sprossendes Stammes haben viele früher in kur- so wie in neuer Zeit in k. sächs.Diensten gestanden. Christoph v. L. auf Krumhermsdorf u. Allersdorf,kursächs. Kammerjunker, war 1639 Ober-Forst und Wildmeister; einBruder desselben, Johann Siegmund V.L., kursächs. Geh. Kriegsrath u.Kammerherr, Oberst der Artillerie, Ober - Commandant der sächs. Fe-stungen, wie auch Ober-Inspector der Fortificationen und Amts-Haupt-mann zu Pirna, starb 1671; Johann Ilaubold v. L., war 1713 kursächs.Rittmeister und von den beiden Söhnen desselben starb Johann Adolph1760 als kursächs. Generalmajor. Johann Ilaubold v. L., ebenfallskursächs. Generalmajor, starb 1792. Friedrich Christian v. L., k.sächs. Oberst, war von 1815 bis 1832 Commandant des 3. Linien-In-fanter.-Regiments; Wilhelm v. L. trat 1834 als Oberlieut. d. Reitereiaus dem activen Dienste und Friedrich August Carl v. L., seit 1848Hauptmann, wurde später Major. — Die von Siebmacher, Y. 124 zumschwäbischen Adel gerechnete Familie v. Liebenau ist dem Wappennach: in Gold ein blaues, fünfendiges Geweihe, welches zu einer Run-dung zusammen gebogen ist, von dem hier in Rede stehenden Geschlechteganz verschieden. Sinapius, H. S. 780, legt letzteres Wappen der im15. Jahrh. in Schlesien vorgekommenen Familie v. Liebenau, Libenow,bei, aus welcher Petzko de Liebenow, Miles, 1437 ein Ritter am Hofedes Herzogs Bolko zu Münsterberg war. — Dagegen sind dem Wappennach die seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. in Preussen vorgekom-menen v. Liebenau eines Stammes mit der sächsischen Familie diesesNamens. Reinhold L. erhielt 9. Jan. 1659 den Reichsadel, welchenKurfürst Friedrich Wilhelm zu Brandenburg 29. Juli 1659 anerkannteund von den Nachkommen erlangten die Söhne des 1775 verstorbenenHauptmanns Ludwig Wilhelm v. L.: Georg Ludwig, gest. 1795, undHeinrich Wilhelm, Beide Lieutenants im Cuirassier-Regimente v. Va-sold, mit ihren Vettern, Carl Friedrich u. Albrecht Friedrich, 23. Juli1764 ein Erneuerungsdiplom des ihnen zustehenden Adels. — Vondenpreussischen Linien stand bis 1820 ein Major v. L. bei dem 9. Garni-son-Bataillon u. ein Sohn desselben war 1837Hauptmann im 13. Infant.-Regimente.
Knautli , S. 527. — Schlegel , Tract. de Cella Vet. dition. Misn. S. 50 und 56. — Gauhe,I. S. 1213. — N. Pr. A.-L. III. S. 236. — Freih. r. Ledebur, II. S. 34. — Tyroff , III. 45.— W.-B. d. Preuss. Monarch. III. 85. — W.-B. d. Sächs. Staaten, II. 88. — Kneschke, 1.S. 271 und 72.
Liebenau, s. Liebentantz v. Liebenau.