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1820, fünfter Fürst v. Lichnowsky. Graf zu Werdenberg, Edler Herrv. Wosclmtz, k. pr. Rittm. ä la suite, erbl. Mitglied des Herrenhauses,Herr der Majoratsherrschaften Ivrzizanowitz, Kuchelna. Bolatitz undGrabowka in Pr. Schlesien, so wie der Allodial - Herrschaft Grätz inösterr. Schlesien, verm. 1859 mit Maria Prinzessin v. Croy-Dülmen,geb. 1837, aus welcher Ehe ein Sohn, Prinz Carl Maximilian, geboren1860, entspross. Die beiden Brüder des Fürsten Carl, neben zweiSchwestern, Leocadia Grf. Viczay de Vicza, geb. 1816 und AntoniaFürstin v. Khevenhüller-Metsch, geb. 1818, sind: Graf Robert, geb.1822, Hausprälat Sr. päpstlichen Heiligkeit etc. und Graf Othenio, geb.1826, k. k. Kämm. u. Major in d. A. — Von dem Bruder des FürstenCarl, dem 1836 verst. Grafen Wilhelm Adolph, stammt Graf WilhelmCarl, geb. 1793, k. k. Kämm., Geh.-Ratli, F. Z. M. u. 2. Inhaber dos
II. Inf.-Regim. — Aus den adeligen Linien der Familie haben bis aufdie neueste Zeit mehrere Sprossen in der k. preuss. Armee gestanden.Ludwig Ferdinand v. L., Oberst, wurde 1763 Commandant von Glogau;Stephan L., geb. 1724 in Polen, starb, nachdem ihn König Friedrichn.als Regimeuts-Commandeur sehr geschätzt hatte, als Generallieutenant1796 unvermählt; ein Major v. L. starb 1810 im Pensionsstande undein v. L. war 1828 Oberstlieutenant im 18. Landwehr-Regimente.
Faprocius, S. 445. — Okolski, II. S. 413. — Seifert, Geneal. adel. Elt. u.Kind. S. 328.— Sinapius , II. S. 366—68. — Gauhe , I. S. 1205 und 6. — Zedier , XVII. S. 824. — Me-gerle v. Mühlfeld , Ergänz.-Bd. S. 20 u. 74 u. 75. — Geneal.-histor. Statist. Almanach, Wei-mar. 1832. S. 449. — N. Pr. A.-L. III. S. 231—33 und VI. S. 65. — Freiherr v. Ledebur, Tl.8. 33. — Gotli. gen. Hofcal. 1836. S. 150, 1848. ;S. 153. 1849. S. 149. u. 1862. S. 157. —v. Meding, III. S. 400: v. L. — Supplom.zu Siebra. W.-B. VIII. 3: Gr. v. L. — W.-B. derPreuss. Monarch., I. 8: Fürst v. L.
Lichtenau, Liechtenau (im Schilde unter einem Schildeshaupteohne Bild ein schrägrechter Balken). Altes, schwäbisches u. bayerischesAdelsgeschlecht, welches besonders im Hochstifte Augsburg vorkam.Conrad v. Lichtenau, Abt zu Ursperg und unmittelbarer Reichsstand,durch sein „Chronicon" später bekannt, starb 1240 und Heinrich V.L.,seit 1505 Bischof zu Augsburg, i. J. 1517. Derselbe soll nach Hübnerder Letzte seines Stammes gewesen sein, doch kommt noch 1633 JohannBenno v. Lichtenau, welcher wohl zu dieser Familie gehörte, als kur-bayer. Oberstwachtmeister und Commandant zu Regensburg vor.
Hübner, Hist. polit. P. VII. S. 370. — Gauhe, II. S. 626. — Zedier , XVII. S. 845. —Siebmacher, I. 121: v. Liechtenau, Schwäbisch.
Lichtenau, Gräfin (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Sil-ber ein an die Theilungslinie angeschlossener, halber, schwarzer, preussi-scher Adler und links in Blau eine in der Mitte schwebende, goldeneKönigskrone). Grafenstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 28. Apr.1794 für die verheirathet gewesene Kämmerin Rietz, geb. Encke, Mut-ter des Grafen und der Gräfin v. der Mark, s. den betreffenden Artikel,mit dem Namen: Gräfin v. Lichtenau nach dem, ihr vom Könige Frie-drich Wilhelm II. von Preussen geschenkten Gute dieses Namens imKr. Friedeberg der Neumark. Dieselbe starb, nach einem sehr be-wegten Leben, 1820.
Apologie der Grf. v. Lichtenau, Breslau 1806. — v. Hellbach, II. S. 40. — N. Pr. A.-L.
III. S. 4 u. 234. — Freiherr v. Ledebur, II. S. 33. — W.-B. d. Preuss. Monarch., I. 67.