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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
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Wartenberg, Hans Arnold v. L. auf Bischofswalde, fürst-bischöfl. Rathu. Hofrichter zu Breslau, u. Adam II. v. L. 1587 kais.Rath und später,1613, Amts-Verwalter der Fürstenthümer Schweidnitz u. Jauer. Mel-chior v. Lest kommt 1654 als kais. Rath und Landes-Canzler der ge-nannten Fürstenthümer vor und um dieselbe Zeit war Hans Wolff v. L.auf Rostersdorff des wohlauschen Fürstenthums Landes-Aeltester; HansHeinrich v. L., herz, sachs.-weim. Rath u. Kammerjunker und HerraufOber-Rengersdorf bei Rothenburg, wurde kursächs. Kammerherr undHofmeister und starb 1664; Melchior Wilhelm v. L. fiel 1665 in einemZweikampfe und Abraham Ludwig v. L. auf Ober-Kauffungen schloss5. Aug. 1689 den Mannsstamm des alten Geschlechts. Derselbe, venu.1687 mit einer v. Ninipsch a. d. II. Leipe, hinterliess zwei Töchter,von welchen später Catharina Hedwig v. L. die Gemahlin des Johannv. Rosenpuscli u. Zauche auf Ober-Leipe wurde.

J. A. Lucius , Leichenpredigt auf H. v. Lest, kursächs. Kammerherrn, 1(164. — Lucae,schles. Denkwürdigk. S. 124. 963 u. 1815, — Sinapius , I. S. 5S3 und II. S. 177 und 78. —Gauhe, I. S. 1191 und 92. — Zedier, XVI. S. 488-91. — N. Preuss. A.-L. HI. S. 221 u. 22.

— Freih. v. Ledebur ,11. S. 27. — Siebmacher. I. 59: v. Lest, Schlesisch. — v. Meding, III.S. 396 u. 97.

Lestwitz, Lesswitz, auch Freiherren. Böhmischer Freiherrn-stand. Diplom vom 5. Octob. 1667 für Johann Heinrich v. Lestwitz.

— Eins der ältesten, angesehensten u. begütertsten schlesischen Adels-gesclüechter, welches aus Polen, wo dasselbe zu dem alten Stamme No-wina zählte, nach Schlesien kam u. eines Stammes u. Wappens mit deralten schlesischen Familie v. Wandritsch war. Dasselbe breitete sichnach und nach in vielen Häusern, namentlich den Iläuserjj Sulkau undLangendorf, Schlaube, Wantritscli etc. aus und kam besonders im18. Jahrb., in dessen Anfange die Familie schon zu Gross - und Ober-Tschirnau, Katschkau, Sulkau, Neu-Ellguth, Neu-Sorge, Gross-Wierse-witz, Kaltebortschen etc. sass, zu grossem Grundbesitze. — Stephan v.Wandritsch warum 1264 einer der treuestcn Räthe des Herzogs Hein-rich des Fetten zu Breslau; Fritzko de Wandritsch tritt 1288 in derGründungs - Urkunde des Hospitals St. Nicolaus zu Liegnitz als Zeugeauf; Hans kommt mit dem Namen: v. Lestwitz zuerst 1378 als Herrauf Alt-Wohlau vor; Johann v. L., genannt Wandritsch, Herr aufKaltebartschen befand sich 1552 auf dem Fürstentage zu Breslau undim Anfange des 18. Jalirh. war Adam Melchior v. L. reich begütert.Später sind Sprossen des Stammes in der k. preuss. Armee zu hohenElirenstellen gelangt. Johann Georg v. L. starb 1767 als k. preuss.Generallieutenant. Derselbe war mit Anna Helena Freiin v. Kottwitzvermählt u. aus dieser Ehe entspross Johann Sigismund v. L., gestorb.1788 als k. pr. Generalmajor. Derselbe hatte sämmtlichen schlesischenKriegen mit Auszeichnung beigewohnt, trug namentlich wesentlich zuder für die preuss. Armee so günstigen Wendung der Schlacht bei Tor-gau bei u. erhielt vom Könige Friedrich II. 1763 für seine treuen, tap-feren Dienste das aus acht Dörfern bestehende Amt Friedland im Ober-Barnimschen Kreise zum Mannlehen. Aus seiner Ehe mit CatliarineCharlotte v. Treskow a. d. II. Schiagentin stammte nur eine Tochter,Charlotte Helene v. Lestwitz, welche sich mit Einem v. Borcke ver-mählte, nach einiger Zeit aber geschieden wurde u. mit königl. Erlaub-