Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
483
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Häusern Kusitten u. Liesken ausgebreitet u. auch in Polen und Ungarndas Indigenat erhalten hatte. — Melchior v. Lessgewang erschien 1560nebst Anderen vom Adel als Deputirter auf dem Landtage zu Königs-berg u. Dietrich v. L., welcher sich schon im 30jälirigen Kriege im k.k. Heere ausgezeichnet hatte, war 1655 in der Reiterei des grossenKurfürsten Oberst. Dietrich's Enkel, der obengenannte Graf Hans Cas-par, kommt noch 1733 als kursächs. Geh.-Rath u. Kreis-Hauptmanndes erzgebirgischen Kreises vor, doch ist nicht bekannt, dass er diegräfliche Linie fortgesetzt habe. Andreas v. L. war 1738 k. pr. Geh.-Rath u. Ober-Hofrichter u. Johann Friedrich v. L. starb 1760 als k.pr. Geh. Staatsminister. — Noch 1796 sass die Familie zn Kusitten un-weit Preuss. Eylau.

Harrknoch, Alt. u. Neues Preussen, S. 444 u. Erläutertes Preussen. IV. S. 810. — Gauhe,II. S. 620 und 21. — N. Pr. A.-L.III. S. 220. — Freih v. Ledebur . II. S. 26.

Lessing (in Gold der Kopf u. Hals eines rechtssehenden, schwar-zen Adlers). Adelsstand des Kgr. Sachsen. Diplom vom 2. Dcc. 1826für Heinrich August Lessing, k. sächs. Generalmajor. Derselbe, einSeiten - Verwandter des grossen Gotthold Ephraim Lessing , starb im90. Lebensjahre 23. Aug. 1851 u. hinterliess zwei Söhne: Carl Rudolphv. L., Herrn auf Baunach und kön. Landrath des sorauer Kreises undWölfl' v. L., Regier.-Rath in Posen. Ein dritter Sohn, Curt v. L., warschon 1835 als Lieut. im k. pr. 3. Husaren-Regimcnte gestorben.

Handschriftl. Notiz. — N. Preuss. A.-L. V. S. 806. — Freih. v. Ledebur , II. S. 27 u.lir. S. 300. — W. B. d. Sächs. Staat. IV. 60.

Lessmon, v. der Lessmon, Lessmen. Altes bremen- u. verden-sches Rittergeschlecht, welches entweder den Grafenstand erhalten,oder doch wenigstens eine Grafschaft besessen bat, denn die GrafschaftLessmon, zu welcher das Amt Vieland im Bremenschen gehörte undwelche an das Erzstift Bremen kam, hatte wahrscheinlich, so wie dasGeschlecht selbst, den Namen von der unweit Bremen gelegenen altenBurg Lesmona erhalten. — Martin v. der Lessmen lebte um 1412. —Nach Allem erlosch der Stamm noch im 15. Jahrhunderte.

Mushard, Brem.-Verd. Rittersaal, S. 344. — v. Meding , III. S. 39.5 und 96.

Lessner, Ritter und Edle. Erbl.-österr. Ritterstand. Diplom von1804 für Martin Lessner, k. k. Rath und Fcld-Medicamentenregie-Ober-Director, mit dem Prädicate: Edler v.

Megerlo v. Mühlfeld , S. 127.

Lest (Schild quergetheilt: oben in Silber zwei neben einander-stchende rothe Rosen u. unten in Blau eine silberne Rose). Altos,scblesisches Adelsgeschlecht, welches im 15., 16. u. 17. Jahrb. in Schle-sien ansehnlich begütert war u. namentlich zu Holstein, Langenau undWelkersdorf bei Löwenberg, zu Kauffungen unweit Schönau, zu Parchaubei Lüben etc. sass. — Hans v. Lest commandirte 1469 mit AbrahamBurggrafen zu Dohna die vom Könige Casimir IV. in Polen nach Un-garn geschickten Truppen, unter welchen sich über vierhundert vomschlesischen Adel befanden; Adam v. L. baute 1513 das von den Hus-siten 1426 zerstörte Schloss Holstein wieder auf; Heinrich v. L. aufParchau war 1553 Landes-Hauptmann der freien Standesherrschaft

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