gest. 1727. zuerst Bischof zu Waitzen in Ungarn u. später zu Laibacliu. Johann Ernst Graf L., innerösterr. Hof-Kammer-Präsident und seit1722 k. k. Geh.-Rath, welcher seinen Stamm durch die beiden Söhne,die Grafen Joseph u. Carl, fortsetzte, welche sich 1719 als k. k. Käm-merer mit Töchtern aus dem fürstlichen Hause v. Eggenberg vermählten.Die gräfliche Linie Leslie , aus welcher Gr. Leopold, gest. 1774, auchHerr auf Cudowa, Jacohowitz etc. in Schlesien war, blühte noch in das19. Jahrh. hinein, bis dieselbe im Mannsstamme 22. Febr. 1802 mitAnton Gr. v. Leslie, welcher in Steiermark begütert war, erloschen ist.
— Sprossen des Stammes dienten im 30jährigen Kriege auch in derschwedischen Armee. Von diesen ging Ludwig L. wieder nach Englandzurück u. erhielt den Titel: Graf v. LcVin, Alexander L. aber, gestorb.1661 alsk. russ. General, bekam 1631 vom Könige Gustav Adolph inPommern das Gut Kücknitz unweit Randow. — In neuer Zeit habennoch mehrere Glieder der Familie in der lc. preuss. Armee gestanden.Ein Major v. L. im Regim. v. Ilagken starb 1809 und hinterliess dreiSöhne. Der eine derselben starb 1821 als Capitain, der zweite 1852als Oberstlieutenant a. D. u. der dritte 1822 als pens. Capitain.
Gauhe . t. S. 1190 und 91 u. II. S. 622—25. — Zedier, XVI. S. 475—S2. — Schmutz, II.S. 416. — N. Preuss. A.-L. III. S. .220. — Freih. v. Ledebur , II. S. 27. — Siebmacher, IV. 7.
— Suppl. zu Siebm. W.-B. T. 21 : v. L.
Lessei, Lessl. Altes, ursprünglich böhmisches Adelsgeschlecht,welches später nach Polen u. Sclilesien kam. In Polen zählte dasselbezu dem Stamme Grabie u. schrieb sich nach den ihm zustehenden Gü-tern: Lessel-Radzinsky, Lessel-Wabiensky etc. u. in Schlesien, wo dieFamilie schon 1473 zu Borschen u. Diebau unweit Steinau u. 1554 zuRadzina bei Pohl. Wartenberg sass u. später mehrere andere Güter er-warb u. die Häuser Gross-Peterwitz, Popschütz, Michelsdorf, Langen-dorf, Wembowitz etc. entstanden, kam dieselbe früher auch unter demNamen : Lassal und Lassil vor. — Nicolaus Lesslaw war 1446 Haupt-mann des Herzogs Conrad III. zu Oels u. Conrad v. Lessei wurde Gross-prior des Johanniter-Ordens in Deutschland. — Noch in diesem Jahrh.war die Familie, welche in Ostpreussen 1784 zu Kownatken unweitNeidenburg begütert war, in Schlesien angesessen u. von den Gliedernderselben haben Mehrere in der k. pr. Armee gestanden. Zwei Brüder,der Oberst v. Lessei, Commandern' des 1. Cuirassier - Regiments, geb.1752 in Schlesien u. der Major v. L. im 11. Infant.-Regim. fielen, sowie der Major v. Lessei im 23. Infanterie-Regimente, imFeldzuge von1813 u. Söhne derselben dienten später in der Armee.
Gryphius, vou Ritterorden, S. 45. — Sinapius, I. S. 583 u. II. S. 776 u. 77. — Gauhe,II. S. 610 und 11. — N. Pr. A.-L. III. S. 220 und 21. — Freiherr o. Ledebur, II. S. '27. —Siebmacher, I. 58: Die Lassei, Schlesisch. — v. Meding , III. S. 396.
Lessgewang, Lesgewang, auch Grafen (in Roth drei in einSchächerkreuz gestellte, geharnischte Arme u. in der Mitte derselbeneine weisse Rose). Reichsgrafenstand. Diplom vom K. Leopold I. umden Anfang des 18. Jahrh. für Hans Caspar v. Lessgewang, k. poln. u.kursächs. Kammerlierrn, Kammer- u. Bergrath etc. — Eins der älte-sten ii. angesehensten preussischen Rittergeschlechter, welches noch im17. u. 18. Jahrh. ansehnlich begütert war u. sich namentlich aus den