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wache des Erzbischofs, wurde 1205 Drost zu Menden, erbaute dasSchloss Laer und wurde der Stammvater seiner Familie in Deutschland.Sein Sohn nahm den Namen Aldinghoven, genannt Laer, an und tratnach dem Tode des Vaters in die Würden desselben ein. Von denNachkommen war Berndt kurcölnischer Hofmeister, Heinrich um 1400Lauddrost des Herzogth.Engern u. Westphalen, und Vincenz jülichscherMarschall und Generalmajor. 1491 blieben in der Schlacht hei Strass-burg drei Brüder aus diesem Hause, der vierte Bruder aber, Dietrich,setzte den Stamm fort u. nannte sich wieder einfach: v. Laer. Ein Nach-komme des Letzteren, Melchior Dietrich v. L., vermählte sich mitAmalie Clementine v. Palaud und hatte fünf Töchter, doch keinen Sohnund so erlosch mit ihm 1658 der Mannsstamm der Linie v. Laer zuLaer. — In neuer Zeit, 1857, war Carl Friedrich v. Laer, Herr aufBelnne im Kr. Herford, Prov. Westphalen, und ein v. Laer, Herr aufJellen im Kr. Marienwerder, Pr. Westpreussen : es muss dahin gestelltbleiben, ob dieselben einer anderen Linie dieses Geschlechts, oder eineranderen Familie angehören. — Ausser dem hier erwähnten Geschlechtekamen nämlich in Westphalen und am Niederrhein noch verschiedene,theils adelige, tlieils bürgerliche Familien v. Laer, oder Laar vor, soz. B. die v. Laer zu Laerwalde im Bentheimschen, die v. Laer zuLamslo in Ober-Yssel und die v. Laer zu Laer bei Horstmar im Mttn-sterschen, die jedoch sämmtlich vor dem 17. Jahrb. erloschen sind. Zuden später noch genannten gehören die v. Laer in Westphalen, welchenach Siebmacher, III. 33, in einem der Länge nach getheilten, goldenenSchilde rechts ein rothes Ankerkreuz und links eine rothe Bank führten.— Bei der Besitznahme des Herzogthums Geldern durch die KronePreussen um 1720 u. 1782 blühten im Lande Kessel noch die v. Laar,Herren zu Bleryck, zu Laar und Stockheimschanz. 1782 besass, s. N.Pr. A. L. H. S. 47, Friedrich v. Laer die halbe Herrlichkeit Bleryck,das Gut Laer, insgemein die Stocheimer Schanze genannt, zugleich auchMayerhof mit Zubehör und einige Güter im Pfälzischen. Von den vierSöhnen desselben, August, Carl, Joseph und Ferdinand v. Laer", standder Letztere in holländischen Kriegsdiensten.
Robens, Niederrhein. Adel, II. S. 370—72. — N. Pr. A.-L. III". S. 195 u. 96. — Fahne,I. S. 135. — Freiherr v. Ledebur , II. S. 2. — Siebmacher, V. Zusatz, 34. — v. Steinen, I.Tab. 15. — Roben-i , Element.-Werk. II. 57. — W.-B. d. Preuss. Rheinprovinz, II. (nicht im-matriculirter Adel) Tab. 31. Nr. 61 u. S. 140.
Lafabrique, Freiherren. Kurpfalzbayerischer Freiherrnstand.Diplom vom 11. Aug. 1775 für Adrian Lafabrique, kurpfalzbayer. Hof-kammer- und Oommerzicnratk und Administrator zu Scldeissheim undForstenried. •— Der Sohn desselben, Franz Seraph, Freih. v. L., geb.1750, k. bayer. quiesc. Appellat.-Gerichts-Rath in München, wurdenach Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in die Freihcrrn-classe derselben eingetragen.
v. Lang , S. 172 und 73. — Tyroff, II. 165. — W.-B. des Königr. Bayern, III. 46. undv. Wölckern, Abtli. 3. — v. Hefner , bayer. Adel, Tab. 42 u. S. 43. — Kneschke, IV. S. 243.
Laffert, Lafferdt, auch Ritter u. Freiherren (Schild der Längenach getheilt: rechts von Silber und Schwarz viermal qucrgetheilt undin den beiden schwarzen Abtheilungen mit einem silbernen Sterne be-legt und links in Blau ein rechtsgekehrter, silberner Hirschkopf und