Hals,- mit roth ausgeschlagener Zunge und sechs- oder achtendigem Ge-weihe). Reichs-Ritter- u. Freiherrnstand. Kaiserliches Bestätigungs-diplom des der Familie zustehenden, alten Adels vom 7. Mai 1(164für die Gebrüder Hieronymus Wigand, Georg und Friedrich v. Laffert,so wie für den Vetter derselben, Balthasar v. L.; Ritterdiplom von1702 für Ferdinand Albrecht v. Lafferdt, k. k. General-Kriegs-commissar mit dem Prädicate: Edler v., und Freiherrndiplom fin-den Sohn des Letzteren, Ferdinand Anton Ritter v. L., k. k. Hof-Kammerrath. — Altes, aus dem Stifte Hildesheim stammendes Adels-geschlecht, dessen Vorfahren im Hildesheimischen die Güter Gross-und Klein-Lafiferde, so wie im wolfenbiittelschen Amte Lichtenberg, inder Grafschaft Regenstein und im Halberstädtschen mehrere Güter zuLehen trugen. — Zuerst tritt 1303 Heinrich v. Laffert in einer Schen-kungs'Urkunde des Herzogs Albert zu Braunschweig auf. Späterwurden mehrere Sprossen des Stammes in den grösseren Städten Nieder-Sachsens oft zu Richtern und Stadt-Obersten bestellt und von diesengewann in der hildesheimschen Stiftsfehde der Bürgermeister Heinrichv. L. bei dem bleckenstädter Damme den Sieg über den Herzog Hein-rich zu Braunschweig-Liineburg. Die Nachkommen desselben folgtenin den Lehengütern im Hildesheimschen und Lüneburgischen. Von Jo-hann I. v. L. stammte Barthold II, gest. 1552, von diesem Barthold III.und von Letzterem Georg, gest. 1648. Von Georg's Söhnen stiftete derälteste, Hieronymus, gest. 1681, von seinem Gute Wittorf im Lüne-burgischen ein Fidei-Commiss, der zweite, Georg (II), geb. 1683, Dom-herr zu Brandenburg, wurde durch seinen Sohn, Hieronymus Wigand,gest. 1659, Herrn zu Lehsen im Meklenburgischen, k. grossbritann.u. kurbraunschw. liineburg. Geh. Kammer- u. Regier.-Rath, derStamm-vater einer gliederreichen Nachkommenschaft u. der jüngste, Friedrich,gest. 1668, fürstl. württemb. Oberhofmeister u. Marschall, Gesandteram k. franz. Hofe etc. erhielt als Herr auf Bürggrub 1667 die Auf-nahme in den fränkischen Reichsritter-Canton Steigerwald, so wie, daderselbe ohne Nachkommen blieb, die besondere Begünstigung, die denfränkischen Reichsrittergliedern zustehenden Vorrechte auch auf seinenErben u. dessen Nachkommen überzutragen. Um dieser Rechte theil-haftig zu werden, liess Friedrichs Erbe, der Sohn seines Bruders: Hie-ronymus Wigand, s. oben, kurhannov. Geh. Kammerrath, Herr aufLehsen und Wittorf, dessen Nachkommenschaft dauernd fortgeblüht hat,mit seinen Brüdern u. seinem Vetter, wie angegeben, 1664 den altenAdel seiner Familie bestätigen. — Eine jüngere Linie begab sich 1620nach Ungarn u. trat zu der röm. catliol. Religion über. Aus dieser Linieerhielt Ferdinand Albrecht, s. oben, — Sohn Johann's II. — den Reichs-ritterstand, erwarb die noch jetzt seinen Nachkommen zustehendenHerrschaften Zaba, Ocza, Sauri und Harrasti u. sein Sohn, FerdinandAnton, s. oben, brachte den Reichsfreilierrnstand in die Familie. — ZuEnde des 17. u. im Anfange des 18. Jahrh. erwarb das Geschlecht be-deutende Güter in Meklenburg u. vier Gebrüder v. Laffert : GotthardtWilhelm auf Dammeretz, Hauptmann u. später Landrath, Carl auf Gross-Weltzin, Drost, Friedrich auf Lehseii u. Ernst auf Schwechow, erhielten
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