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5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
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Kenzingen. Altes, rheinländisches, nach dem gleichnamigenSchlosse an der Elz genanntes Adelsgeschlecht, aus welchem Nicolausv. Kenzingen 1333 zum Bischöfe zu Costnitz erwählt wurde. Derselbe,gest. 1344, liess bei der grossen, 1343 stattgehabten Theuerung inseinem Stifte täglich dreitausend Arme speisen und erhielt daher denNamen; Vater der Armen. Bald nach seinem Tode erlosch das Geschlecht.Die Güter desselben kamen als erledigte'Lehen an die v. Usenberg u.als diese 1652 mit Friedrich Richard Freili. v. Usenberg. dessenSchwester, Anna, mit Heinrich V. Markgrafen zu Baden vermählt war,ausstarben, an Letzteren.

.Gauhe, II. S. 521 u. 522 u. S. 1228 im Artikel: Usenberg.

Kenzinger v. oder du Verger. Reichsadelsstand. Diplom von1767 für Johann Anton Kenzinger, k. k. Oberstwachtmeister, mit demPrädicate: v. oder du Verger.

Megerle v. Mühlfeld. Erg.-Bd. S. 336.

Keppel (im Schilde fünf schrägrcchts an einander gestellte Wecken).Altes, westphülisches Adelsgeschlecht, welches namentlich im Münster-lande vorkam. Dasselbe, wohl eines Stammes mit dem alten, westphä-lisclien, ebenfalls im Münsterlande angesessenen Geschlechte v. Langen,welches dasselbe Wappen führte, sass 1579 tinweit Ahaus zu Blick undKiskamp u. erlosch später.

Freiherr v. Ledebur , I; S. 424. 9

Keppel, auch Freiherren (in Roth drei, 2 u. 1, silberne Muscheln).Altes, früher zu dem Adel im Herzogthume Geldern gehörendes Ge-schlecht aus dem gleichnamigen Stammschlosse in der Herrschaft Vorst,welches gegen Ende des 17. u. im Anfange des 18. Jahrhunderts durchArnold Justus V .Keppel zu hohem Ansehen kam. Derselbe, gest. 1718,erfreute sich der grössten Gunst des Königs Wilhelm III. von Gross-britannien, wurde zum Grafen v. Albemarle u. zum Pair ernannt undwar später der Generalstaaten General, Gouverneur zu Herzogenbuschetc. Aus seiner Ehe mit einer v. Gravenmoer stammte Wilhelm Anna. Graf v. Albemarle, Pair von Grossbritannien, früher k.grossbrit.Oberst,welcher, verm. mit einer Herzogin v. Eichemond, seine Linie mit fünfSöhnen fortsetzte. Der Bruder des Arnold Justus v. K., Grafen v. Al-bemarle: Jan Rabi Freili. V .Keppel, gest. 1733, der GeneralstaatenGenerallieutenant etc., hinterliess einen Sohn, welcher der General-staaten Oberst der Garde zu Pferde war. Um diese Zeit blühte auchnoch im Herzogthume Geldern der adelige Stamm des Geschlechts,welcher später nicht mehr genannt wurde.

Gauhe, I. S. 080. — Süppl. zu Siebm. W.-B. III. 7: Die Herren v. Keppel. — Tyroff, I.69: F.-Hn. v. Köprpel.

Kerckering, Kerkering, K-erckerinck, Kerkerinck, K. - Borg u.K. zu Stapel, Freiherren (in Grün ein schrägrechter, mit drei rothenRosen belegter, silberner Balken. Nach Annahme Einiger soll nur dieLinie K.- zu Stapel den Schild grün, die Linie K.-Borg aber den Schildblau führen). Altes, westphälisches, zu dem Adel im Münsterlande u.zu den münsterschen Erbmännern gehörendes Geschlecht , welches be-reits 1340 Darfeld, 1413 Uhlenbrock, 1490 Borg u. Bispinghof, 1600