Druckschrift 
5 (1864) (Kalb - Loewenthal)
Entstehung
Seite
57
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Keller. Altes, magdeburg'sches Patriciergeschlecht, aus welchemClaus v. K. 1344, Gerike v. K. 1452 und dessen gleichnamiger Sohn1466 Bürgermeister zu Magdeburg waren. Oh mit demselben die v.Kel-ler zusammenhingen, welche bis in die neueste Zeit ein Gut zu Vecken-stedt im Kr. Osterwieck der Provinz Sachsen und zu Wernigerode be-sassen, lässt Freih. v. Ledebur dahin gestellt sein.

Delius, Beitr. z. Gesch. deutsch. Geb. II. S. 92 u. 93. — Freili. v. Ledebur, F. S. 422.

Keller (im Schilde zwei silberne, aufrecht stehende Schlüssel).Altes, nach Gauhe im Stifte Merseburg mit Birnau (Beuna) und Hain-spitzen begütert gewesenes Adelsgeschlecht. Das N. preuss. Adelslexi-con schreibt dasselbe: Keller v. Bttnau und sagt, dass es im 17. Jahrb.erloschen sei.

Gauhe, I. S. 976. - N. Pr. A.-L. III. S. 976.

Keller. Ein früher zu dem schlesischen Adel gerechnetes Ge-schlecht, aus welchem Philipp Dietrich v. K., Herr auf Krys'chanowitzund Raake im Trebnitz'schen, 1670 als kais. Ober-Kricgs-Commissar inSchlesien lebte und Georg Adam Joseph 'V. K. 1723 Domherr zu St. Jo-hann in Breslau war.

Freih. v. Ledebur , T. S. 422.

Keller. Zwei in Ostpreussen früher begüterte Familien, von de-nen die eine, angeblich aus Westphalen, 1727 zu Hanswalde und Pr.Mark im Kr. Mohrungen sass, auch Modjen im Kr. Pr. Eylau und Spit-teis im Kr. Pr. Holland an sich gebracht und der k. pr. Armee mehrereOfficiere gegeben hatte, die andere aber, welche aus Ungarn stammensollte, 1775 und noch 1794 zu Ivobulten im Kr. Ortolsburg angesessenwar. — Zu einer Familie dieses Namens zu Strasburg in Westpreussengehörte der in den Listen der k. preuss. Armee mit dem adeligen Prä-dicate aufgeführte Adolph v. Keller. Derselbe, geb. 1785, Sohn bür-gerlicher Aeltern: des Adolph Keller aus der Ehe mit Elisabeth Ner-iich, war 1806 Seconde-Lieutenant im Regim. Oranien Und wurde10. Sept. 1809 als Offieier bei dem v. Sehill'schen Freicorps zu Weselerschossen.

Freih. v. Ledebur , T. S. 422.

Keller (Schild quergetheilt: oben in Gold zwei schrägrechte,schwärze Balken und unten in Roth zwei aufrecht gestellte, mit denBarten einander zugewendete, silberne Schlüssel). Ein in der Persondes C. W. A. v. Keller, laut Eingabe, Solingen im Januar 1830, in dieAdelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz unter Nr. 163 der Classe derEdelleuto eingetragenes Geschlecht. Ein v. Keller war Bürgermeisterzu Solingen und Chr. v. K. Yice-Präsident des Fabriken-Gerichts zuSolingen.

Freih. v. Ledebur, I. S. 422. — Suppl. 7.11 Siebm. W. - B. XI. 11. — W.-B. der Preuss.Kheinprov. I. Tab. 64. Nr. 127 u. S. 61 u. 62.

Keller (in Gold ein schwarzer Steinbock).. Im Königr. Preussenanerkannter Adelsstand. Anerkennungsdiplom von 1852 für Dr. Frie-drich Ludwig v. Keller, k. preuss. Justizrath und Professor an der Uni-versität Berlin, Herrn auf Kniegnitz im schlesischen Kr. Lüben. Der-selbe hatte seine Abstammung aus einem alten, adeligen Patricierge-schlechte der Stadt Zürich nachgewiesen.

Freih. v. Ledebur , I. S. 422 u. 423. — Bmier, Adressb. 1857. S. 108. — Siebmacher, I.203: Die Keller. Schweizerisch.