Keller v. Felsenstein. Erbländ.-Österr. Adelsstand. Diplom von1776 für Jacob Ulrich Keller, Arzt und Physicus des Folncnser Comi-tats, mit dem Prädicate: v. Felseustcin.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 335.
Keller v. Sclilaitheim, Keller v. Sclileitheim, auch Freiherrenv. und zu Isenburg. (Stammwappen in Roth zwei aus einem goldenenDreiberge aufwachsende, geharnischte Arme, welche einen den Ringrechts, den Bart links kehrenden silbernen Schlüssel halten). Altes, ausdem schweizerischen Canton Thurgau stammendes, schwäbisches Adels-geschlccht, welches von Alters her das Erbschenken- und Kellermeis-ter-Amt der geftirsteten Abtei Reichenau hesass, sich in Folge diesesAmtes das Verdienst erwarb, die besten Weinsorten vom Rheine aufdiese Insel verpflanzt zu haben, schon zu Anfange des 18. Jahrb. mitdem freiherrlichen Titel auftritt und den Beinamen Sclilaitheim vondem gleichnamigen Flecken im Gantone Schafhausen angenommenhatte. — Hans Heinrich K. v. S., kais. Rath und Oberst im 30jährigenKriege, liess sich, nachdem er sich mit einer verw. Gr f. v.Hohenzollernvermählt, in Schwaben nieder und sein gleichnamiger Sohn kommt alsFreiherr mit dem Prädicate: zu Isenburg und Nordstetten vor. Der-selbe war noch 1717Director der schwäbischen freien Reichsritterschaftam Neckar und k. k. Kämmerer und Georg Joseph Freiherr v. Kellerstarb 1721 als kais. Reichs-IIofrath. — Der Stamm blühte in der frei-herrl. und in adeligen Linien fort. Joseph Adam Anton Wilibald Kel-ler v. Sclileitheim, geb. 1756, k. bayer. Kämm, und vormaliger fttrstl.kemptischer Hof- und Regier.-Rath und Hofmarschall, wurde nach An-legung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in die Adelsclasse eingetra-gen und 1821 ist die Familie auch der Classe der Freiherren unter demNamen Keller v. Sclileitheim, Freiherren v. und zu Isenburg einverleibtworden. — In neuester Zeit war Fridolin Keller v. Sclileitheim k. k.Feldkriegs-Commissariats-Adjunct.
Gauhe , S. 977 : nach Bürgermeister, vom schwiib. Reichsadel. — v. Lang , S. 399. —Siebmacher , I. 201: Die Keller v. Schlatheim, Schweizerisch. — Sappl, zu Siehm. W.-B. LI.13: K. v. S. Freili. zu J. — Tgroß', II. 74: F.-II. v. K. — W.-B. d. Kgr. Bayern, VI. 45:K. v. S. ii. X. 1: K. v. S. Frcih. v. u. zu «T. .— v. Hefner , bayer. Adel, Tab. 58 u. S. 56:v. S., K. v., Freili. v. J.
Kellerberg (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber zweirotlie und links in Roth zwei silberne, gegen einander gekehrte Adlers-flügel). Altes, in der zweiten Hälfte des 15. Jahrh. mit Caspar v. Kel-lerberg erloschenes, steiermärkisches Adelsgeschlecht. Die einzige Erb-tochter, Anna v. Kellerberg, war mit Ulrich Kheverihüller, Ritter, gest.1494, vermählt und das angegebene Wappen kam nach Erhebung desKhevenhüllcrschen Geschlechts in den Herrenstand durch Diplom von1566 und 1572 in das Kkevenhiillersche Wappen.
Wissgrill , V : im Artikel-Khevenhüller, S. 77 u. 101.
Kellern, Keller, Freiherren (Schild schräglinks getheilt: rechts,oben, in Gold ein schrägrechter, blauer, mit drei goldenen Sternen be-legter Balken, aus welchem an beidenSeiten ein ausgebreiteter, schwar-zer Adlersflügel hervorragt und links, unten, in Silber ein aus einemgrünen Hügel aufsteigender, rother Löwe). Reichsfreiherrnstand. Di-plom von 1716 für Georg Joseph Edlen v. Kellern — Megerle v.Miihl-