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Gnandstein und Wolftitz, von denen Hildebrand V .Einsiedel, gest. 1461,als Hofmarschall am kursächs. Hofe grossen Einfluss besass, zur Gemah-lin hatte. Angaben über das bewegte Leben, welches Kunz v. K. von1446 an führte, über die Veranlassungen zu dem Raube der Prinzenund über den Raub selbst gehören nicht hierher: Kunz wurde am 14. Juli1455 zu Freiberg und der Bruder desselben, Dietrich v. K., welcher amPrinzenraube zwar nicht Theil genommen, von demselben aber gewussthatte, 31. Juli 1455 zu Altenburg enthauptet. Callenberg kam durchWiedervermählung der Wittwe Dietrichs zunächst an die v. Tauben-lieim und gehört jetzt dem fiirstl. Hause Scliönburg-Waldenburg unddie übrigen Desitzungen im Schönburgischen verkaufte Jobst v. K. 1493an das Schönburgsche Geschlecht. Das Stammhaus Kaufungen stehtnach manchem Besitzeswechsel schon lange dem gräflichen Hause v. Ein-siedel zu, und von der einstigen Burg findet sich keine Spur mehr. —In der zweiten Hälfte des 16. und im Anfange des 17. Jahrh, war diemeissnische Linie des Geschlechts noch im Reussischen begütert undsass zu Langen-Wetzendorf, Weissendorf, Börnsdorf und Hirschau.Hans Moritz v. Kauffungen, Herr auf Börnsdorf, war gräfl. reuss'scherRath zu Greiz, welchen Posten auch der Sohn desselben, Hans Heinrichv. K., Herr auf Hirschau und Weissendorf, welcher zugleich Ober-Steuer-Einnehmer war und noch 1603 lebte, verwaltete. Der Stamm wurdenoch fortgesetzt, doch nahm später der Wohlstand der Familie mehrund mehr ah und der letzte Kaufungen der meissnischen Linie, Frie-drich August Albrecht, starb als gräfl. schönburg'scher Gesellschafts-cavalier 1807 zu Wechselburg. — Das namentlich im 15. und 16. Jahrh.in Schlesien, der Grafschaft Glatz und in Böhmen zu Clilumb vorgekom-mene Rittergeschlecht Kauffungen oder Kauffung war wohl, wie auchSinapius glaubte, ein Zweig des meissnischen Stammes, wenigstens istnur ein Wappen der Kauffungen bekannt: Schild vou Gold und Rothdurch einen zweimaligen Spitzenschnitt schräg getheilt, oder, wie dieSiebmachersche Declaration sagt: „ein gespitzt abgetheilter Schild,oben gelb, unten roth." — In der Grafschaft Glatz sass Sigismundv. K.auf dem zwischen Reinerz und Lewin hochgelegenen, festen, früher Land-friede genannten Schlosse Hummel, welches der Vater desselben von demHerzoge Heinrich zu Münsterberg zu Leben erhalten hatte. Derselbe,ein gefährlicher Raubritter, trotzte auf seinen grossen Anhang bauend,der Krone Böhmen und dem Kaiser, ward aber in einer Fehde 1534gefangen und bald darauf zu Wien enthauptet. Hildebrand v. K., nachAngabe Einiger Sigmunds Vater, legte 1470 das grosse, aus vielen An-theilen und Rittersitzen bestehende, bei Schönau unweit der Quellen derKatzbach, liegende Dorf Kauffung an, bei welchem man auf einer An-höhe noch jetzt die Trümmer einer alten, unter dem Hamen „dasRaub-schloss" bekannten Burg sieht, welche ein Verbindungsschloss der meiss-nischen und glatzer Kauffungen gewesen sein soll. Ein anderer Hilde-brand, Herr auf Landsberg im Oppelnsclien, war 1495 fürstl. Rath zuOels und Heinrich v. K. 1499 Mann—Rechts-Beisitzer zu Glatz. Sigis-mund v. K. und Chlumb, wie Sinapius sagt: ein Vornehmer vom Adelin Schlesien, besass ein Familienhaus in Frankenstein und starb 1573.