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Kämmerer v. Worms, geu. Dalberg, s. oben, war mit Gertrud v. Greif-fenclau vermählt und durch die Söhne und Enkel desselben entstan-den mehrere Linien, welche nach und nach wieder ausstarben undvon welchen nur die Nachkommenschaft seines Urenkels, Friedrich,Herrn zu Krobsberg, dauernd fortbiübte. Derselbe war mit Barbarav. Rosenberg vermählt und von seinen Söhnen wurde 1582 Wolf,gest. 1601, Kurfürst und Erzbischof zu Mainz, Friedrichs Urenkelaber, Philipp Franz Eberhard, ist der nächste allgemeine Stamm-vater aller späteren Glieder des Geschlechts. Derselbe, gest. 1696,brachte, wie oben angegeben, den Reichsfreiherrnstand in die Fa-milie und von seinen aus der Ehe mit Anna Catharina, Kämmererv. Worms, gen. Dalberg nachgelassenen Kindern wurde Adolph, gest.1737, 1726 Fürst-Abt zu Fulda, Damian Casimir, k. k. Generalmajorund des deutschen Ordens Landcomthur zu Aachen, fiel 1717 vorBelgrad, Franz Eckbrecht aber und Wolf Eberhard stifteten zweitheilweise noch blühende Hauptlinien, die ältere dalbergische unddie jüngere hernsheimische. Die ältere dalbergische Hauptlinie um-fasst die Nachkommenschaft des Freih. Franz Eckbrecht, geb. 1674,Herrn auf Dalberg, Hessloch etc., kurmainz. Oberamtmanns zu Kir-weiler und Ritterhauptmanns am Oberrhein. Durch die Söhne des-selben, Hugo Philipp Eckbrecht, geb. 1702, aus erster Ehe mit Jo-hanna Franzisea Fuchs v. Bimbach und Friedrich Anton Christoph,geb. 1709, aus zweiter Ehe mit Anna Luise Kämm. v. Worms, gen.v. Dalberg, entstanden zwei neue, noch blühende Speciallinien: dieältere Dalberger und die jüngere Hesslocher, s. unten. — Die jün-gere IPernsheimer Hauptlinie enthielt die später erloschene Nach-kommenschaft des Wolf Eberhard K. v. W., gest. 1737, Herrn aufHernsheim, kurpfälz. Geh. Raths, Kämmerers, Kammerpräsidenten„ und Oberamtmanns zu Oppenheim, verm. mit Maria Anna Freiinv. Greiffenclau. Von seinen Enkeln wurde Carl Theodor 1802 Kur-fürst und Erzbischof zu Mainz, 1804 Fürst-Erzbischof zu Regensburg,1806 Primas des Rheinbundes, 1807 souverainer Fürst von Frank-furt und 1810 Grossherzog von Frankfurt. Nach Herstellung deralten Verfassung Frankfurts begab er sich 1814 nach Regensburg,widmete die noch übrigen Tage ganz der Verwaltung des- dortigenerzbischöflichen Stuhls und starb 10. Febr. 1817. Der Sohn seinesBruders, des Freih. Wolf Heribert aus der Ehe mit Maria AugustaUlner v. Diepurg, Freih. Emmerich Joseph, grossh. badischer Geh.Rath und Gesandter zu Paris, wurde vom K. Napoleon I. 1810 zumHerzog v. Dalberg ernannt , trat aber später auf die Seite der Bour-bonen, wurde nach der zweiten Restauration zum Pair von Frank-reich ernannt, war später königl. französ. Gesandter zu Turin undWien und lebte nachher in Ruhe auf seinem Stammgute Hernsheimbei Worms, wo er 27. April 1833 starb und die jüngere hernsheimerLinie schloss. — Was die Grafen v. Dalberg-Ostein anlangt, so wurdeFriedrich Carl Anton K. v. W., Freih. v. Dalberg aus der jüngerenhesslocher Speciallinie, s. oben, von dem letzten Sprossen des 1712in den Reichsgrafenstand erhobenen osteinschen Stammes, dem Gra-