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für Georg Heinrich Melchior v. Buttlar, Herrn auf Burlitten in Ost-preussen, k. preuss. Lieutenant. — Altes, ursprünglich aus demehemaligen Hochstifte Fulda stammendes Adelsgeschlecht aus demStammh. Buttlar im Buchauer Lande an der Ulster, zwischen Fuldaund Eisenach , welches den Namen wahrscheinlich von einem Hof-amt-Kellermeister erhielt. Das Geschlecht hat sich weit in Hessen,Franken, Sachsen, Preussen und Curland ausgebreitet, auch rechnenMehrere die Grafen v. Butler in Böhmen, Bayern und Irland, s. denbetreffenden Artikel, zu demselben, während Andere dieser Annahmewidersprechen. Welche Meinung die richtige sei, muss dahingestelltbleiben, ausgemacht aber ist wohl, dass diejenigen irren, die alleLinien aus Irland herleiten. — Nach Schannat kommt Hartnid deButelir schon 1170 als Zeuge vor, Johann de B. war 1233 fuldaischerMarschall, und Härtung v. B. wird 1246 als Mitst'iftcr des fuldaischenKlosters Marienthal genannt. Spangenberg im Adelsspiegel IL nenntals Kriegshelden den Simson und Andreas v. B., Ersteren um 1235,Letzteren um 1369, und in der mansfeld. Chronik, S. 386, wirdAndreas 1370 als Hauptmann zu Nordhausen aufgeführt. Um dieseZeit schied sich nach der Gotha diplomatica der Stamm in vierLinien: die Neuerburgische, Wilprechtrodische, Grumbachsclie undTreusckische, doch darf in Bezug auf die Treusch v. Buttlar, s. denbetreffenden Artikel, S. 182 u. 183, nicht übersehen werden, dass die-selben und die Anderen v. Buttlar sich nicht als Agnaten anerkennen.Das Stammregister der Neuerburgischen Linie reicht in der Gothadiplomatica bis 1530: dieselbe ist dann ausgegangen; die Wilprecht-rodische und Grumbachsclie blühten fort. — v. Hellbach, welcher zudem Stamme Buttlar aucli die Grafen v. Butler in Bayern etc. zählt,nimmt vier Linien an und zwar 1) die eben genannten Grafen; 2) dieFreiherren v. Buttlar im Hessischen und Fuldaischen; 3). die Frei-herren v. B. in Curland und 4) die Freiherren v. B. im Meiningen-schen, welche letztere mit denen im Fuldaischen, die catholischsind, ein gemeinschaftliches Seniorat, das oben genannte StammhausButtlar an der Ulster haben. Als Stammvater der curländischenButtlar wird Bertold v. B. genannt, Welcher in der Mitte des 13.Jahrb. den Schwertrittern zu Hülfe zog, sich vermählte und seinenStamm fortsetzte. — Das N. Pr. A.-L., a. u. a. 0., giebt mehrerenicht unwichtige Nachrichten über die Linien und Sprossen desStammes. Die Linie Buttlar, welcher das Stammhaus Buttler unddie in der Nähe desselben liegenden Rittergüter Feldeck, Leimbach,Wilprechtsrode und Grumbach zustehen, besass schon in früher Zeitdie Burgmannschaft in den fuldaischen Schlössern Neuerburg undVölkershausen, und aus der Linie zu Völkershausen, einer später anHessen gelangten Herrschaft bei Vach, wurde Günther v. B., gest.1466, zum Johanniter-Ürdensmeister in Deutschland gewählt, undder Neffe desselben, Reichard v. B., war 1500 Comthur zu Würz-burg. Zu dieser Linie gehörte Friedrich Otto v. B., gest. 1726, einSohn des Johann Christian v. B., Generalmajors des oberrheinischenKreises, welcher unter dem Namen Constantin 1714 zum Fürst-