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2 (1860) (Bozepolski - Ebergassing)
Entstehung
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Brand (in Gold ein schräglinks liegender, an beiden Seiten ver-hauener, an der oberwärts liegenden Seite zwei-, an der nach untengekehrten einmal geasteter, schwarzer, dicker Baumzweig, aus demoben und wo er geastet ist, Flammen herausschlagen, also ein Feuer-brand). Altes, seit Anfange des 16. Jahrb. näher bekanntes, säch-sisches Adelsgeschlecht, dessen frühere Besitzungen im Kgr. Sach-sen , den sächsischen Herzogthtimern und in der Provinz Sachsenliegen. Rudolph und Agnes v. B. kommen schon in einem Diplomevon 1244, welches die Einkünfte der Collegiatkircken zu Altenburgbetrifft, s. Gotha diplom. Y. S. 196, vor; Heinrich v. B. übergab 1333sein Recht auf den Goldberg bei Neustadt dem Landgrafen Friedrichin Thüringen; Debitzsch v. B. zu Schreckenstein in Böhmen lebteum 1406 und Wolf v. B. besass 1560 das Rittergut Löhmichen. —Vom 15. Jahrb. an breitete sich das Geschlecht aus dem Hause Bo-denstein im jetzigen Kreise Worbis, Regierungsbezirk Erfurt, undspäter namentlich aus dem Hause Haardorff im Kr. Weissenfeis aus,und Knauth führt die Familie nach letzterem Gute als die „Brändevon Haardorff" auf. Ein Gut Brand, welches unter den Besitzungendes Geschlechts genannt wird, hält Gauhe für das Stammgut, dochist nicht angegeben, wo dasselbe liegt und der Güter dieses Namensgiebt es mehrere. — Die fortlaufende Stammreihe der Familie be-ginnt Yal. König mit Friedrich v. B. zu Bodenstein, im 15. Jahrb.,welcher, verm. mit Susanna v.Weclnnar, durch seinen Sohn Stephan I.,vorm. mit Felicitas v. und zu Neuhauss, den Stamm fortpflanzte,welcher dauernd in folgenden Gliedern blühte; Nicol, auf Haardorffund Stackelberg, — Stephan IT. auf Haardorff, — Erasmus I. aufIlaardorff und Johann Friedrich I. auf Haardorff, Klein-Helmsdorf,Langenleuba, Goltzsche, Gleina und Zinna, kursächs. Geh. Rath, Ilof-richter etc. Mit den Söhnen des Letzteren, Erasmus II. auf Gleina,Zinna und Lucka und Friedrich Wilhelm auf Ilaardorff und Klein-Helmsdorff schied sich der Stamm in zwei weiter fortblühende Linien.Von Erasmus II. stammte Johann Friedrich II. auf Gleina, Dracken-dorff, Zinna und Lucka, sachs. merseburg. Geh. Rath, gest. 1709 undvon diesem Christian Friedrich und Christoph Friedrich, von Fried-rich Wilhelm aber Bernhard Ernst und von Letzterem Georg Eras-mus. Mit diesen Angaben, welche nach Val. König auch Gauhe ge-macht, hören die genauen Nachrichten über die Familie auf. Haardorffwar noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. in der Hand derselbenund der Stamm hat in Sachsen bis in das 2. Jahrzehnt dieses Jahrh.geblüht. Handschriftliche, neuerlich bekannt gewordene Collecta-neen reichen bis 1814. Nach dieser Zeit ist im Kgr. Sachsen derStamm ausgegangen.

Val. König , II. S. 175—183. — Gaulie , I. S. 226—228. — Estor, Ahnenprobe. S. 335. —N. Pr. A.-L. I. S, 297—299 (hier mehrerö gleichnamige Familien untereinander gemischt). —Frh. v. Ledebur, I. S. 96. — Siebmacher, I. 159 : v. Brandt, Meissnisch..— v. Meding , III.S. 76 u. 77. — W.-B. d. Sachs. Staaten, I. 82.

Brand. Altes, erloschenes, schlesisches Adelsgeschlecht, wel-ches im 16. und 17. Jahrh. mit Pirschen im Trebnitzschen und im