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1 (1859) (Aa - Boyve)
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(Burnheim, Burne) schrieb, ursprünglich aber Schilling (solidus)hiess. Dasselbe war dem Erzstifte lehnspflichtig und gehörte zu denältesten Familien des Landes. Fahne giebt zuerst mehrere einzelneSprossen des Geschlechts von 1150 1340 und dann eine fortlau-fende Stammreihe an, welche mit Wilhelm Solidus (Scillinc) beginnt,der mit seinem Sohne in vielen Urkunden von 11731247 vorkommtund welche im 4. Gliede mit Ludolph, Voigt v. Bornheim, Ritter,schliesst. Letzterer versetzte 1342 seinen Antheil an Bornheimseinem Onkel Arnold, wurde später dessen Universalerbe, vermähltesich mit Lora und starb nach 1359 ohne männliche Nachkommen.

Fahne, I. S. 45 u. 46.

Bornstiidt, Bornstedt (in Silber eine rotlie, gezinnte Mauer undüber derselben ein schrägrechts gestellter Mauerbrecher. Die neu-märkische Linie a. d. Iiause Kaitzig führt, statt des Mauerbrechers,einen Ast mit drei Eicheln). Altes, märkisches Adelsgeschlecht,dessen angenommene Abkunft von dem edlen Geschlechte in derGrafschaft Mansfeld, welches sich im 12. Jahrh. nach dem in der-selben gelegenen Sitze Bornstädt nannte, sehr wahrscheinlich ist.Aus letzterem Stamme kommen in quedlinburgischen und halber-städtischen Urkunden des 12. Jabrh. mehrere Sprossen als Zeugenvor: Esicus de Burmenstede, auch Burnenstede tritt 1152 in einemDiplome des bischöflichen Stuhls zu Magdeburg auf und Hoyerv. Bornstädt verkaufte das Stammschloss 1265 an die Grafen v. Mans-feld. Mechtild v. B. war 1360 und Helena v. B. noch 1506 Priorindes Klosters Marienborn im Magdeburgischen. Im 16. Jahrh. er-warb das Geschlecht bedeutenden Grundbesitz im Brandenburgischen,namentlich in der Neumark, in welcher sich die Linie zu Kaitzig,s. oben, welches Gut bereits 1540 der Familie zustand, abzweigteund wo Lauchstädt, Dieckow, Dolgen etc. zum Hauptbesitze des Ge-schlechts gehörten. Im 18. und 19. Jahrh. wurden auch viele Güterin Pommern erworben, auch kam zu diesen der Besitz von Gütern inSchlesien. Eine fortlaufende Stammreihe der Familie hat Val.König gegeben. Dieselbe beginnt mit Erasmus (I.) v. B., aus dessenEhe mit Gertraud v. Wrech a. d. Hause Adamsdorff Heidenreichv. B., Herr auf Lauchstädt, stammte. Von einem Urenkel des Letz-teren, Hans Wilhelm v. B., entspross Thomas Friedrich v. B., geb.1655, gest. 1698 als k. poln. und kursächs. Generalmajor, dessenSohn 1740 Oberstlieutenant und Generaladjutant in k. poln. und kur-sächs. Diensten war. Ausser den von Val. König genannten Glie-dern der Familie führt Gauhe noch folgende an: Jordan v. B., welcher1614 im Namen der Ritterschaft einen Vergleich zwischen Prälatenund Ständen des Stifts Halberstadt wegen der Reichs- und Türken-steuer unterschrieb; Christian, k. schwed. Rittmeister, geblieben1644; Wolf Asmus v. B., 1673 Comthur zu Werben, kurbrandenb.Geh. und neumärkischer Regierungsrath, wie auch Canzler des Jo-hanniterordens zu Sonnenburg und Heinrich v. B., Bruder des Vor-stehenden, Herr auf Dietershagen, früher kurbrandenb. Oberst, späterkursächs. Generallieutenant. Im 18. und 19. Jahrh. haben zahl-

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