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1 (1859) (Aa - Boyve)
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577
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vom 15. Oct. 1786 für Paul Friedrich Bornagius, Herr des GutesKlein-Tschunkawe im Kr. Militsch, mit dem Prädicate: v. Bornack.

v. Ilcllbacli, I. S. 168. — N. Pr. A.-L. I. S. 236 u. III. S. 2. — Fr/i. v. Ledebur, I.S. 88. — W.-B. d. Pr. Moll. II. 87.

Borne, v. dein Borne, Born (in Blau ein scliriigreckter, wohl auchschräglinker, silberner Balken, welcher mit drei rotlien Bosen belegtist, oder nach Micrael in Silber ein Kosenstrauch mit drei gefüllten,rotlien Kosen). Altes, pommersches Adelsgeschlecht, welches von denFamilien v. Born, s. die betreffenden Artikel, und namentlich vondem gleichfalls pommerschen Geschlechte der Freien v. dem Borne,s. den nachstehenden Artikel, wohl zu unterscheiden ist. — Hinricusde Borne, Advocatus Episcopi Camiensis, kommt urkundlich schon1287 vor, und andere Glieder des Geschlechts erscheinen im14. Jahrh. als Zeugen, immer aber ohne Angahe des Grundbesitzes,bis die Familie im Anfange des 15. Jahrh. gleich mit vielen und an-sehnlichen Gütern auftritt, welche, mehrfach wechselnd, bis in das18. Jahrh; der Familie in Pommern zustanden. Vom 17. Jahrh. anwurde die Familie mit mehreren Gütern in der Mark Brandenburgangesessen und eine neue Belehnung mit Gross-Silber im Kr. Saatzigkam 1803, mit Liebenau im Kr. Züllichau-Sckwiebus 1808 und 1836noch mit dem altväterlichen Gute Berneuchen im Kr. Landsberg vor,welches Gut bereits 1653 in der Hand der Familie war. Die im Ar-chive zu Berneuchen aufbewahrten früheren Lehnsbriefe der Familiereichen bis 1484, und aus denselben sind sehr interessante Nachrich-ten im N. Pr. A.-L. Bd. IV., s. unten, mitgetheilt worden. "Was dieneueren Verhältnisse der brandenburgischen Linie zu Berneuchen(bis zum dreissigjährigen Kriege das frühere Städtchen Bernowichen)anlangt, so hoben die vier Söhne des Gotthelf Kreutzwendedichv. d. B., Herrn auf Berneuchen, Dolgen, Pritten und Born: GotthelfJoachim Ferdinand, Carl Friedrich Kreutzwendedich, Wilhelm AugustWodeslaw und Philipp Alexander da« Lehen auf, da Lehnsvetternsich nicht mehr vorfanden. Ersterer blieb im Besitze von Berneuchenund vererbte dieses Gut seinen Söhnen, Carl Gustav, Carl GotthelfKreutzwendedich und Adolph Woleslaw, von denen es der Erstereannahm und 1837 noch besass: die Güter Dolgen, Born und Prittenwurden verkauft. Im eben genannten Jahre lebten noch: Carl Fried-rich Kreutzwendedich, die drei Söhne des Gotthelf Joachim Ferdinand:Carl Gustav auf Berneuchen und dessen Söhne, Max Gustav undHans, Carl Gotthelf Kreutzwendedich auf Schlossgut Neuwedel undGrünhof, und dessen Söhne, Ernst und Wilhelm und ein Sohn desPhilipp Alexander: Heinrich, Justizcommissarius zu Friedeberg, mitseinen Söhnen. ♦

Micrael, S. 469. — Gaulie, I. S. 207 u. 208. — N. Pr. A.-L. I. S. 285 u. IV. S. 385—387.— Frh. v. Ledebur, I. S. 88 u. 89 u. III. S. 211. — Siebmaclier, III. 165. Nr. 1. — v. Meding,IT. S. 70. — Pornm. W.-B. I. Tab. 34 u. 36. Nr. 3 u. 4 ältere Siegel u. S. 94—96. — Kneschke,II. S. 62.

Borne, v. dein Borne, Born, auch Freiherren (in Blau ein silbernerMond, dessen aufwärts gekehrte Hörner je mit einem goldenen Sternebesetzt sind). Ein in Westpreussen schon 1432 mit Darsen und 1630

Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. I. 37