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Biesenbrow, Itiescnbron, ßicseiibroli, llicsciiioh. Altes, märkischesAdelsgeschleclit, dessen Stammhaus Biesenbron in der Uckermarkbis 1696 in der Hand der Familie war, welche schon 1537 dasGut Hohen-Landin besessen hatte. Hans Joachim v. II., gest.1658, ein Sohn des Johann Christoph und Enkel des Heinrichv. und zu B. kam nach Sachsen, erwarb Lauterbach und Naunhof!'bei Leissnig und wurde zu Anfange des 17. Jahrb. kürsächs. Ober-jägermeister. Von Hans Joachim stammte ein Sohn, Hans Chri-stoph v. B., Herr zu Naunhoff, welcher, so viel bekannt, denStamm in Sachsen sehloss, oder die uckermärkischen Lehne nichtgehörig verfolgte, denn Valentin Erdmann v. B., der Sohn desJacob Dietloif v. B., der Letzte seines Stammes in der Uckermark,starb 1696, worauf das Stammhaus als ein eröffnetes Lehn ein-gezogen und zur Herrschaft Schwedt geschlagen wurde. — Freih.v. Ledebur giebt a. u. a. 0. als Wappen das von Siebmacher, I. 175unter dem Namen Wiesenbrohe aufgeführte Wappen: in Grün eingoldener Querbalken und über und unter demselben sechs [3 und 3]goldene Kugeln und meint, dass Siebmacher einen unrichtigenNamen angegeben habe. Dem ist aber nach Allem nicht so undder Name: Wiesenbrohe ist wohl richtig, denn die v. Biesenbrowführten in Blau einen rothen Querhaiken, welcher oben von zweiund unten von einem goldenen Sterne begleitet war. Der Helmtrug zwei blaue, mit einem rothen Querbalken belegte Elephanten-rüssel, während die v. Wiesenbrohe auf dem Helme sechs Straus-senfedern, eine um die andere golden und grün und zwischen den-selben einen Pfauenschweif führten.
Val. König, III. S. 117—121. — Gauhe, I. S. 147. — Grundmann, Uckermark. Adelshist.S. 33. — N. Fr. A.-L. V. S. 40. — Frli. v. Ledebur, I. S. 64. — Suppl. zu SiebmachersW.-B. V. 21.
Biesciirotb. Altes, sächsisches Adelsgeschlecht, dessen Stamm-haus verschieden angegeben wird. Beckmann, welchem Val. König,Gauhe u. A. gefolgt sind, nimmt das im Harze, nahe an den An-haltschen Grenzen gelegene, alte Sehloss Biesenrodt als Stammsitzan und führt dabei an, dass Albrccht v. B. in dem Vergleiche desAbts Siegfried zu Nienburg mit dem Herzoge Bernhard zu Sachsenwegen der Advocatie zu Scowitz 1194 als Zeuge aufgetreten sei.Dagegen hält v. Ilellbach den bei Ohrdruf im IJerzgth. Sachsen-Gotha gelegen gewesenen, längst verschwundenen Ort dieses Na-mens für das wahrscheinliche Stammhaus der Familie, auch istnicht zu übersehen, dass im jetzigen Mansfelder Gebirgskreise derProvinz Sachsen ein Ort Biesenrode liegt. Sichere Nachrichtenüber die Familie beginnen erst um die Mitte des 15. Jahrh., inwelcher Zeit dieselbe in der Weissenfelser Pflege begütert auftritt,ansehnliche Besitzungen erwarb und dieselben auch behauptete, sodass Knauth 1692 noch sagen konnte: „Biesenroth, deren nochEinige in der Weissenfelser Pflege zu Pretsch, Skortleben, Wehlitz etc.angesessen." Die von Val. König gegebene Stammreihe beginntmit Hans Christoph, Herrn auf Skortleben, läuft durch die Glieder:Heinrich (I.), Rittmeister, Jacob, Rath und Amtmann zu Weissenfeis