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1 (1859) (Aa - Boyve)
Entstehung
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verbreitete sich das Geschlecht nach Sachsen, Schwarzburg unddem Voigtlande und bildete mehrere, nach den Gütern benannteLinien, von welchen mehrere, die zu Zoppoten etc. wieder aus-gegangen sind. Auch kam dasselbe nach Dänemark, wo es in derersten Hälfte des 18. Jahrh. und später zu grossen Ehren kam, nachHannover, Bayern, Württemberg, Galizien etc. — In neuerer Zeitgiebt es zwei Hauptlinien, die schwarzburg-rudolstädtische und dievoigtländisclie, von welcher letzteren die freiherrliche in Bayerneine Nebenlinie ist. Die ordentliche Stammreihe der Familie,deren Namen die von der Gegenwart richtig beurtlieilten Turnier-bücher nennen, beginnt mit Ilartmund B., gräfl. scliwarzburg.Rath und Schlosshauptmann zu Blankenburg, welcher 1265 ur-kundlich erscheint. Von den vier Sühnen desselben setzte Dietrich,der gemeinsame Stammvater aller späteren Sprossen des Geschlechts,den Stamm dauernd fort. Von demselben stammte Heinrich (I.),welcher 1333 urkundlich vorkommt und Vater dreier Söhne wurde,von welchen Georg die schwärzburgische und Heinrich (II.) dievoigtländisclie Linie gründete, welche beide aber in Gemeinschaftder mehrfachen von der Familie erlangten Lehnschaften verblieben.Die Sprossen beider Linien, von welchen Mehrere in den betref-fenden Ländern zu grossem Ansehen und hohen Ehrenstellen ge-langten, haben Val. König und Gauhe bis auf ihre Zeit aufgezeich-net. — Im Laufe der Zeit gelangte die Familie, welche später zuden angesehensten Geschlechtern des Rittercanton Gebürg zählte,zu bedeutendem Grundbesitz und zwar in den schwarzburgischenund reussischen Landen, im sächsischen Voigtlande, im Sachsen-Weimarischen und im Meiningischen und im bayerischen Ober-Mainkreise, wurde auch im Lüneburgischen und in neuerer Zeitin der Priegnitz begütert. — Im Königreiche Sachsen stehen demGeschlechte die Güter Erlbach im Voigtlande, Eubabrunn undSchwand zu. — Nach Hannover kam dasselbe 1760 durch denOber-Appellationsrath Ludwig Friedrich v. B., früher fürstl. wald-eckschen Regierungsrath, nachmals Geh. Rath in Hannover unddurch Besitz des Gutes Wieckenberg (Weckenberg) im Lünebur-gischen gehört die Familie zu dem ritterschaftlichen Adel derlüneburgischen Landschaft. — In die Adelsmatrikel des Kgr. Bayernwurde ein Enkel des h. württemb. Kammerherrn Albrecht Antonv. B., Carl Christian Franz Freih. v. B., geb. 1786, k. bayer.Kämmerer und Mitglied des k. Grenz-, Mautli- und Hallamtes Nörd-lingcn, und zwar nachdem die Freiherrnwürde desselben durch einZeugniss von vier adeligen Anverwandten nachgewiesen wordenwar, eingetragen. — Von Sprossen des Geschlechts aus neuererZeit mögen hier nur angeführt sein: Carl August v. B., k. preuss.Generalmajor, gest. 1799; F.W. v. B. fürstl. schwarzb.-rudolstädt.Geh. Rath und Consistorialpräsident (1825); August v. B., fürstl.schwarzb.-rudolst. Geh. Legatiohs- und Regierungsrath etc. (1836);Heinrich Emil Friedrich August v. B., Generaladjutant Sr. k. H.des Grossh. von Sachsen-Weimar, Generalmajor a. D., w. Geh.