— 393 —
in der Person des Joseph Dominik Bettoni in die Familie ge-kommen.
Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 9 u. 244.
Bettschart (Betschart) auf Imnienfcld in der Halden, Freiherrenund (trafen. Beichsfreiherren- und kurpfälzischer Reichsvicariats-grafenstand. R.-Grafendiplom vom 10. Febr. 1742 für JohannFreili. r. Bettschart, Pfalz-Sulzbaehschen Hofcavalier, Kammerjunker,Hofrath und Landrichter zu Sulzbach. Derselbe stammte auseinem Adelsgeschlechte des Canton Schwyz, die Sprossen der Fa-milie bekleideten früher im genannten Canton die ersten Stellenund Johann Dominic Bettschart, Banierherr des Canton Schwyz,erhielt 1716 mit dem Prädicate: v. und zu Immenfeld den erbländ.-österr. Adelsstand. Der Stamm hat fortgeblüht, doch nur unterBeibehaltung des freiherrlichen Titels. Zwei Enkel des GrafenJohann, die Brüder Joseph Gerhard Rudolph Aegyd Freih. v. B.,geb. 1797 und Carl Rudolph Wilhelm Freih. v. B., geb. 1800,wurden in die Adelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragen.
v. Lang, Supplement, S. 31 u. 32.— Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 244. — Tyroff,T. 30 und Siebenkees, I. 1. S. 253 u. 254. — Suppl. zu Siebm. W.-B. IIT. 5. — W.-B. d. Kgr.Bayern, IT. 65.
Betulaniis. Reichsadelsstand. Diplom von 1640 für Bartho-lomäus Betulanus, kaiserlichen Ilofconcipisten.
Handschr. Notiz.
Betulins, Itirken. Reichsadelsstand von 1654 für Sigmund Be-tulius (Birken). Derselbe, geb. 1626 zu Wildenstein einem böh-mischen Marktflecken, gest. 1681, zu seiner Zeit als dramatischerDichter, so wie durch sein historisches Werk. OesterreichischerEhrenspiegel, Nürnberg, 1668, bekannt, kam als dreijähriges Kindnach Nürnberg, wohin sich sein Yater, ein lutherischer Pfarrer,der Religionsstreitigkeiten wegen, geflüchtet hatte. Nachdem erzu Jena die Rechte studirt, wurde er 1646 zweiter Erzieher derPrinzen Anton Ulrich und Ferdinand Albrecht zu Braunschweig.Später, zu Nürnberg ohne eigentliches Amt lebend, erhielt er beider in dieser Stadt zur Vollziehung des Osnabrückschen Friedensgehaltenen Reichsversammlung vom Fürsten. Octavio Piccolominiden Auftrag, diese freudige Begebenheit durch ein Gedicht zufeiern, welches so gut aufgenommen wurde, dass K. Ferdinand III.ihm den Adel, eine Gnadenkette und die Comitive verlieh.
Handschr. Notiz.
Bctzold, Bezolil. Ein zu den neueren Adelsfamilien des Kgr.Bayern zählendes Geschlecht, in welches, so viel bekannt, der Adelin der Person des verstorbenen Regierungs- und Kreis-Medicinal-raths D. v. B. zu Anspach gekommen ist. Der Sohn desselben,Albert v. Betzold, geb. 1836, ein Schüler von Johannes Müllerund Dubois-Raymond, ist auf besondere Empfehlung des Letzterenim April 1859 zur neucreirten Stelle eiues Professoes der Physio-logie an der Universität Jena berufen worden.
Leipziger Zeitung, 1S59, Nr. 85: Nachricht aus Jena, vom 7. Apr. 1859- — W.-B. d. Kgr,Bayern, XIV. 15: v. Bezold,