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Albrecht, erlangte 1477 die letzte Belehnung von der Pfalz. Nachdemselben wird die pfälzische Linie nicht mehr erwähnt. Diepommersche Linie, welche auch in Meklenburg begütert war, er-losch in der Mitte des 16. Jahrh., doch machte die Familie sichim 17. Jahrh. wieder in Pommern ansässig und verbreitete sichaus Pommern nach Schlesien, Preussen etc. — Der Ilauptgüter-besitz war und ist in der Provinz Brandenburg, und zwar in denbeiden Barnimschen Kreisen. Schon 1375 waren die Güter Alt-Wrietzen, Batzlow, Bliesdorf, Frankenfelde, Kunersdorf, Malchowund Beichenberg in der Hand der Familie und viele andere kamenspäter hinzu. In Pommern besass die Familie schon 1331 Güstowund Schönfeld. Zu den neueren Erwerbungen gehören Schaden-dorf in Schlesien, die am Kheine gelegene Falkenburg etc. — Wiedie Sprossen des Geschlechts schon in früher Zeit zu hohen Ehren-stellen und Würden gelangten — Theodorich erhielt 1245 diePräsidentenstelle im Schöppenstuhle zu Altstettin, wo auch dieBarfusse bis 1341 Erblehnrichter und Schultheisse waren, MelchiorB. war von 1509—1527 Comthur des St. Johanniterordens zu Mi-row in Meklenburg-Strelitz etc. — so haben solche Stellen undWürden viele Glieder der Familie später und bis jetzt bekleidet.Ilans Albrecht v. Barfus, geb. 1635, gest. 27. Dec. 1704, kur-brandenb. General-Feldmarschall, w. Geh. Rath, Ober-Kriegspräsi-dent etc. wurde 10. Sept. 1699 in den Reichsgrafenstand erhoben,eine Erhebung, welche Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg,29. Nov. 1699, anerkannte und der Bruder des Feldmarschalls,Ernst Wilhelm v. B., später Herr auf Guhrau im Grotkauschen,erhielt bei dieser Gelegenheit den Freilierrnstand. Die gräflicheLinie erlosch 1741 mit Ludwig Grafen v. B., drittem Sohne desFeldmarschalls und die freiherrliche schon 1718 mit dem Empfän-ger des Freiherrndiploms. Die adelige Familie hat in der Mittel-und Neumark fortgeblüht. Von den jetzigen Sprossen des Ge-schlechts ist namentlich Franz Wilhelm v. Barfus-Falkenburg(derselbe schreibt sich nicht Barfuss, sondern Barfus) k. preuss.Generallieutenant a. D. etc. etc. zu nennen, welcher seit 1834die am Rheine gelegene Falkenburg besitzt und laut k. preuss.Cabinetsordre vom 27. März 1852 die allerhöchste Genehmigungerhalten hat, den Namen: Falkenburg annehmen und führen zudürfen. Derselbe ist ein grosser Kenner und Freund der Geschichte,und hat neuerlich eine mit besonderer Sorgfalt ausgearbeitete Schrift:H. A. Graf v. Barfus, k. preuss. Feldmarschall. Ein Beitrag zurKriegsgeschichte unter den Kurfürsten Friedrich Wilhelm und Fried-rich III. von Brandenburg, insbesondere der Feldzüge gegen dieTürken, 1683, 1686 und 1691. Berlin 1854, geliefert, welche fürdie Geschichte überhaupt, so wie namentlich für die Geschichteseines Geschlechts von grossem Interesse ist.
Angeli, S. 39. — Micrael, VI. S. 630. — Sinapws, II. S. 299. — Qaulie, I. S. 71 u. 72.
— v. llellbach, I. S. 101 u. 102. — N. Pr. A.-L. T. S. 176—178. — Frh. v. Ledebur, I.S. 33 u. 34. — Siebmacher, I. 174: Die Barfüsc, Märkisch. — v. Meding, II. S. 31 u. 32.
— Ponirn. W.-B. II. S. 73—75 u. Tnb. XXVIII. — Dithmar, S. 30, W.-B. d. Pr. Mon. I. 18